So, 19. August 2018

Bilder beweisen:

07.10.2014 15:09

Östlicher Aralsee im August komplett ausgetrocknet

Zum ersten Mal seit dem Mittelalter ist der östliche Teil des seit Jahrzehnten schrumpfenden Aralsees im heurigen August komplett ausgetrocknet. Das zeigen Aufnahmen, die der NASA-Satellit "Terra" zur Erde gefunkt hat. Zum ersten Mal seit 600 Jahren war dieser Teil des dereinst riesigen Gewässers komplett ohne Wasser.

Auf am 19. August dieses Jahres mithilfe desModerate Resolution Imaging Spectroradiometer (kurz MODIS) von "Terra" (kleines Bild) erstellten Bildern ist gut zu erkennen, dass dort, wo vor 14 Jahren noch eine große Wasserfläche zu sehen war, nur noch eine riesige Sandwüste liegt. Recht ernüchternd fällt auch der Vergleich mit der ungefähren Küstenlinie von anno 1960 aus, die auf den Aufnahmen eingezeichnet ist.

Wie die Satellitenbilder zeigen, hatte der östliche Teil des einst riesigen Sees in Kasachstan und Usbekistan alleine zwischen 2006 und 2009 insgesamt vier Fünftel seiner Fläche verloren und stand kurz vor der Austrocknung. Weil aber ein Jahr mit reichlich Niederschlag folgte, stieg der Wasserspiegel 2010 wieder deutlich an.

See schrumpft seit Jahrzehnten stetig
Der See, der einst so groß war die Schweiz, ist in den vergangenen sechs Jahrzehnten stetig geschrumpft, nachdem Usbekistan zu Zeiten der UdSSR zum zweitgrößten Baumwoll-Exporteur der Welt aufgebaut worden war. Dazu leitete die Sowjet-Regierung das Wasser des Flusses Amu-Darja in gigantische Bewässerungskanäle um, der Zufluss für den Aralsee versiegte.

Als Folge der unkontrollierten Bewässerung ist das Wasservolumen des einst viergrößten Binnensees der Welt um 90 Prozent geschrumpft. Die Europäische Weltraumagentur ESA rechnet damit, dass der komplette Aralsee, der einst eine Fläche von 68.000 Quadratkilometern bedeckte, bis 2020 komplett verschwunden ist.

Verlandung hat Auswirkungen auf das Klima
Mit dem Verlanden des Sees ging eine dramatische Klimaveränderung einher, es regnete in Region kaum noch. Vor rund 20 Jahren teilte sich der See in den kleinen Aralsee in Kasachstan und einen großen See auf kasachischem und usbekischem Gebiet. Dieser östliche See teilte sich 2000 wiederum in ein östliches und ein westliches Becken.

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