¿Riemannoper¿

Für eingefleischte Opernliebhaber

„Riemannoper“ von Tom Johnson als Premiere im Linzer Eisenhand: ein Stück für eingefleischte Opernliebhaber, die sich in der Intimsphäre dieser Kunstgattung zuhause fühlen. „Riemannoper“ hat keine Handlung, sie präsentiert eine Aneinanderreihung kurzgefasster Fachartikel aus Riemanns Musiklexikon.

 „Riemannoper“ des Amerikaners Tom Johnson, 1988 entstanden, behandelt die Stichworte „Arie“, „Rezitativ“, „Leitmotiv“, „Ensemble“, „Stretta“ etc, die in gesanglicher und schauspielerischer Darstellung als delikate Parodie über die Bretter laufen. Hier werden alle operntypischen Situationen und Befindlichkeiten, die erhabensten Gefühlsergüsse, Himmelstürmereien und Höllenqualen mit unerbittlicher Treffsicherheit auf die Schaufel genommen.

Ruth Bormann (Primadonna assoluta), Christa Ratzenböck (Primadonna), Jörn Eichler (Tenor) und William Mason (Bariton) lassen ihrem schlechterdings genialischen Gesangskomödiantentum freien Lauf. Unter der musikalischen Leitung von Toshiaki Murakami, Brigitta Otto (Inszenierung) sowie Richard Stockinger (Bühne und Kostüme) bescherten sie dem Publikum bei der Premiere am Donnerstag ein ungetrübtes Vergnügen.

Nächste Vorstellungen: am 6., 7., 8. und 11. Februar im Eisenhand, Beginn: jeweils 20 Uhr

 

 

 

Foto: Brachwitz/Landestheater

Samstag, 19. Juni 2021
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