Fr, 17. August 2018

"Gut nachdenken"

15.09.2014 08:19

Queen bricht vor Referendum ihr Schweigen

Wenige Tage vor der Abstimmung über eine Unabhängigkeit Schottlands hat Queen Elizabeth II. ihr eisernes Schweigen zu dem Referendum gebrochen. Sie sagte am Sonntag beim Verlassen eines Gottesdiensts nahe ihrer schottischen Sommerresidenz Balmoral der Zeitung "The Times" zufolge zu Umstehenden, sie hoffe, dass die Menschen "sehr gut über die Zukunft nachdenken".

Bisher hatte die Königin jegliche öffentliche Äußerung zu dem Referendum vermieden. Ein Mitarbeiter des Buckingham Palace, der nicht namentlich genannt werden wollte, erklärte, die Äußerung sei völlig unparteiisch und betone lediglich, das die Abstimmung einzig Sache der Schotten sei.

Vorsichtige Warnung an Abspaltungsbefürworter?
Doch Kommentatoren deuten den knappen Kommentar der Königin als vorsichtige Warnung an die Befürworter einer Unabhängigkeit. Es gilt als sicher, dass die Queen auf einen Verbleib Schottlands im Vereinigten Königreich hofft. Sie dürfte jedoch auch im Falle einer Abspaltung Staatsoberhaupt von Schottland bleiben. Die Queen fühlt sich Schottland persönlich stark verbunden: Ihre Mutter war Schottin und sie verbrachte einen Großteil ihrer Kindheit dort. Zudem reist sie im Sommer noch immer am liebsten nach Schottland.

Nach wie vor zeigen Umfragen vor dem Referendum ein Kopf-an-Kopf-Rennen der beiden Lager in Schottland. Während die "Sunday Times" unter Berufung auf das Institut ICM über eine 54-prozentige Mehrheit der "Yes"-Fraktion berichtete, wiesen zwei andere Umfragen ein gegenteiliges Ergebnis aus. In einer am Samstag veröffentlichten Befragung im Auftrag der "Better Together"-Kampagne sprachen sich nämlich abzüglich der noch Unentschiedenen 54 Prozent gegen die Unabhängigkeit aus.

"Better Together" sieht sich in Umfragen vorne
"Diese Umfrage legt nahe, dass das 'Nein'-Lager führt, aber das Rennen ist alles andere als vorbei", sagte Blair McDougall, Direktor der Kampagne "Better Together", die sich für ein "Nein" zur Unabhängigkeit Schottlands einsetzt.

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