Ehefrau Chefin?

Aus Heu wurde Gold: Händler prellte Lieferanten

Aus Stroh wollte ein 48-jähriger Mauerkirchner Gold spinnen: Obwohl er schon einmal verurteilt worden war, weil er als Heu- und Strohhändler seine Lieferanten geprellt hatte, machte er weiter, schickte seine 46-jährige Frau als Geschäftsführerin vor. Jetzt ist sie als „Haupttäterin“ in Verdacht, er als Gehilfe. Das Duo soll fast 32.000 Euro Schaden angerichtet haben.

Die Masche ist einfach: Man hole von Gründland-Bauern aus Oberösterreich, NÖ, der Steiermark und Salzburg überschüssiges Heu ab und verkaufe es an Tierhalter, die zu wenig Futter und Streu haben. Von den Abnehmern wird kassiert, die Lieferanten werden nur teilweise oder gar nicht bezahlt - 100 Prozent Gewinn.

Schon einmal war Johann R. (48) aus Mauerkirchen deswegen verurteilt worden, bekam keine Gewerbeberechtigung mehr. Die hatte jetzt seine Frau Margit (46), und er machte munter weiter. Als Betrugsopfer haben sich bereits 18 Bauern bei der Polizei Mauerkirchen gemeldet.

Aber das Paar soll auch sonst mit kleiner Börse auf großem Fuß gelebt haben. Für ein Reihenhaus gab es Aufträge an Maler, Gärtner und andere Firmen, die aber nur selten Geld sahen. Insgesamt gibt es schon 30 Geschädigte, die Geld vom Ehepaar, für das die Unschuldsvermutung gilt, fordern. Das Paar wurde wegen Verdacht des gewerbsmäßigen Betrugs angezeigt.

 

 

 

 

 

Foto: Joachim Maislinger

Dienstag, 09. März 2021
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