Horrormord

¿Nervenbündel, aber eiskalt¿

Sie ist ein Nervenbündel, wird von Psychologen betreut - und streitet alles ab: Jene Mutter, die ihre Tochter geköpft haben soll, war drei Tage vor dem Auffinden der Leiche zur Polizei gegangen: „Wenn ihr eine Vermisstenmeldung bekommt, vergesst sie - meine Tochter ist auf Weltreise…“

Samstag Nachmittag wurde Romana Miny (42) aus Hadersdorf bei Krems (NÖ) in der Landesnervenklinik Wagner-Jauregg in Linz einvernommen. Sie streitet ab, ihre 21-jährige Tochter Sandra vermutlich bereits am 9. Jänner getötet, ihr Arme und Kopf abgetrennt und die Leiche eine Woche später angezündet und bei Sarmingstein (OÖ) in der Donau versenkt zu haben.

Die Benzinkanister habe sie gekauft, sie müssten in ihrem Ford Fiesta sein, den Spaten habe sie geborgt, er sei in der Wohnung, einem Schrebergartenhaus in Hadersdorf. Doch alles lag bei der Leiche an der Donau. Auch für Blutspuren im Auto hat das Kindermädchen eine Erklärung: „Sandra hat sich an einer Gasflasche verletzt.“ Das reichte dem U-Richter nicht, er verhängte über Romana Miny die Untersuchungshaft (es gilt die Unschuldsvermutung).

Das Motiv ist völlig unklar, auch wo der Mord passiert ist. „Nun suchen Spurensicherer von Hubschraubern aus den Tatort“, sagt der oö. Sicherheitsdirektor Dr. Alois Lißl. Die Fahnder sind skeptisch: Es hatte nach dem vermuteten Tatzeitpunkt geschneit.

 

 

Foto: Koller

Freitag, 14. Mai 2021
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