Di, 14. August 2018

Beben in Kalifornien

07.09.2014 08:00

Satellitenbilder zeigen Verformungen der Erde

Der Anfang April gestartete Umweltsatellit "Sentinel-1A" hat jetzt Bilder zur Erde gefunkt, die ziemlich eindrucksvoll dokumentieren, wie das Erdbeben vom 24. August im Napa Valley im Norden Kaliforniens die Erdoberfläche verformt hat. Experten haben hierfür Aufnahmen, die der Satellit vor und nach dem Beben machte, überlagert.

Die Erdstöße der Stärke 6,0, die die Region nördlich der kalifornischen Metropole San Francisco in den frühen Morgenstunden des 24. Augusts erschütterten, waren laut Angaben der US-Erdbebenwarte USGS die heftigsten seit 25 Jahren. Das Zentrum des Bebens lag sechs Kilometer südwestlich der Stadt Napa im gleichnamigen bekannten Weinbaugebiet, in der einige historische Gebäude schwer beschädigt wurden.

Das jetzt veröffentlichte Interferogramm (Bild), das auf Radaraufnahmen von "Sentinel-1A" (englisch für "Wächter") vom 7. bzw. 31. August basiert, zeigt in schillernden Farben, wie das Beben die Oberfläche der Erde in der betroffenen Region quasi zerknautschte. Die runden Formationen (weiß markiert) im Napa Valley zeigen, wie sich die Erde beim Beben bewegt hat. Jeder Farbzyklus auf dem Bild entspricht einem Unterschied von 28 Millimetern. Dort, wo sich die Farben besonders schnell abwechseln, ereigneten sich mit insgesamt mehr als zehn Zentimetern die größten Verschiebungen der Erdkruste.

Satellit kreist in 700 Kilometern Höhe
"Sentinel-1A" ist der erste einer Reihe von Satelliten, die im Rahmen des Copernicus-Programms die Oberfläche der Erde bei allen Wetterlagen detailliert abtasten sollen. Er kreist in einem polnahen Orbit in einer Höhe von 700 Kilometern mit einer Geschwindigkeit von rund 7,59 Kilometern pro Sekunde um die Erde.

Der Satellit verfügt über ein Hightech-Radarsystem, das bei jedem Wetter und rund um die Uhr hochaufgelöste Bilder der Land- und Meeresoberflächen liefert. Er tastet die Erde streifenweise ab (kleines Bild), wobei die Breite der beobachteten Streifen je nach Beobachtungsmodus zwischen 80 und 400 Kilometern schwankt.

Laut Angaben der europäischen Weltraumagentur ESA werden die gesammelten Daten Behörden, der Öffentlichkeit, Wissenschaftlern und der Wirtschaft kostenlos zugänglich sein.

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