26.01.2006 08:15 |

Mega-Deal

Steyr-Daimler-Puch baut Panzer für 828 Mio. Euro

Riesenauftrag für Steyr-Daimler-Puch aus Prag: Die tschechischen Streitkräfte kaufen rund 200 neue Pandur-Radpanzer, das Geschäft beläuft sich auf 828 Millionen Euro. Die Regierung habe eine entsprechende Empfehlung einer Kommission gebilligt, teilte der tschechische Verteidigungsminister Kühnl Mittwoch Abend mit.

Es handelt sich dabei um einen der größten Aufträge, die die tschechische Armee jemals vergeben hat. Der Vertrag, der im April unterzeichnet werden soll, sieht den Kauf von 199 Radpanzern mit einer Option auf weitere 35 Fahrzeuge vor. Der Kaufpreis beziehe sich auf alle 234 Fahrzeuge, sagte Kühnl.

Mit ihrer Entscheidung gab die Regierung den Pandur-Radpanzern vor den AMV-Fahrzeugen der finnischen Patria, die sich ebenfalls um den Auftrag bemühte, den Vorzug. Das Angebot von Patria sei um etwa 35 Millionen Euro über dem von Steyr gelegen, betonte der Minister.

Qualität zählt
Die Pandur-Radpanzer werden zwischen 2007 und 2012 die OT-64- Amphibienfahrzeuge ersetzen, die seit den 60er Jahren im Dienst der Prager Armee stehen. Der Preis, die Beteiligung der tschechischen Industrie sowie die technischen und taktischen Qualitäten der Radpanzer waren laut Kühnl die drei Hauptkriterien für die Kaufentscheidung.

Insgesamt hatten sieben Unternehmen Angebote für die neuen tschechischen Panzer unterbreitet, aber nur Steyr and Patria hatten echte Chancen. Sowohl  Oppositions- als auch Regierungspolitiker hatten das Verteidigungsministerium für dessen Unfähigkeit kritisiert, einen tschechischen Produzenten zu finden.

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