19.08.2014 09:52 |

Mit Satire-Tags

Facebook will Nutzern helfen, Spaß zu verstehen

Das soziale Netzwerk Facebook hat auf seiner englischsprachigen Website zu Testzwecken einen Satire-Tag eingeführt, der Nutzern dabei helfen soll, zwischen echten Nachrichten und nicht ganz ernst gemeinten Schmunzel-Beiträgen satirischer Websites zu unterscheiden. Die Funktion sei eine Reaktion auf die Wünsche der Nutzer, heißt es von Facebook.

"Wir machen einen kleinen Test, in dem der Text '[Satire]' vor Links zu satirischen Artikeln in der Box für ähnliche Artikel im News Feed angezeigt wird", zitiert die britische TV-Anstalt BBC einen Facebook-Sprecher.

Laut Facebook habe man die Satire-Kennzeichnung auf vielfachen Wunsch der Nutzer erdacht, da diese häufig nicht zwischen echten Nachrichten und mit Augenzwinkern gemeinten Satire-News unterscheiden konnten.

Sogar seriöse Medien fallen auf Satire herein
Tatsächlich sind in der Vergangenheit nicht nur die Nutzer des sozialen Netzwerks auf solche Spaßmeldungen hereingefallen, sondern sogar einige seriöse Medien. So machte beispielsweise das österreichische Satire-Portal "Die Tagespresse" mit der Meldung international Schlagzeilen, dass US-Enthüller Edward Snowden in Wien gelandet sei.

Über die sozialen Medien verbreitete sich der satirische Bericht so rasant, dass sogar der damalige Außenminister Michael Spindelegger einschreiten musste: Er vermeldete damals über Twitter, dass es sich um einen Scherz handle und Snowden nicht in Wien gelandet sei (siehe Infobox).

Palin bei Al-Jazeera, Kim Jong-un "Sexiest Man Alive"
Ähnliche Vorfälle gab es auch anderswo auf der Welt. So fiel beispielsweise auch die renommierte US-Zeitung "Washington Post" auf eine Satire-Meldung herein. Sie nahm eine Meldung des Satire-Magazins "The Daily Currant" für bare Münze, wonach die ehemalige US-Vizepräsidentschaftskandidatin Sarah Palin einen Job beim Nachrichtensender Al-Jazeera annahm.

Problematisch kann Satire insbesondere dann werden, wenn auch noch Sprachbarrieren im Spiel sind. So ist beispielsweise bereits 2012 eine chinesische Zeitung auf einen Bericht des Satire-Portals "The Onion" hereingefallen, wonach der nordkoreanische Machthaber Kim Jong-un zum "Sexiest Man Alive" gekürt wurde.

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