24.01.2006 15:43 |

Cortina

Dorfmeister schwindelt sich zu Bestzeit

Unbeeindruckt von ihrem Schockerlebnis in St. Moritz hat Michaela Dorfmeister am Dienstag im ersten Abfahrtstraining in Cortina d'Ampezzo bereits wieder Vollgas gegeben. Die Niederösterreicherin erzielte mit 1:38,31 Min. klare Bestzeit, wurde aber wegen eines Torfehlers disqualifiziert.

"Sie war nach einer Welle zu spitz, musste aber eher einen Umweg fahren", machte ÖSV-Abfahrtschef Jürgen Graller klar, dass die Zeit Dorfmeisters dennoch richtungweisend war. Folgen des Beinahe- Zusammenpralls mit einem Streckenposten in St. Moritz waren der Führenden im Abfahrts-Weltcup nicht anzukennen. Graller: "Wir haben das gleich in der Schweiz besprochen. Das ist vorbei und erledigt."

Götschl auf Lieblingspiste stark
Stark fuhr auch gleich Renate Götschl bei der Heimkehr in ihr "Wohnzimmer". Die Cortina-Königin war wenige Tage nach ihrer "Auferstehung" in St. Moritz Zweite hinter der Schweizerin Fränzi Aufdenblatten (1:38,95), die durch Dorfmeisters Missgeschick zu ihrer ersten Trainingsbestzeit überhaupt kam.

Götschl, die auf der Tofana-Piste bereits achtmal gewonnen hat, fuhr teilweise aufrecht. "Platz zwei in St. Moritz war wie eine Befreiung für sie. Wir wussten zwar schon vorher, dass es aufwärts geht, aber das Ergebnis war der Beweis. Man sieht jetzt auch an der Körpersprache, dass sie jetzt wieder da ist, wo sie hingehört", sagte Graller.

Meissi und Pärson gestürzt
Zu Sturz kamen Alexandra Meissnitzer und Weltcup-Titelverteidigerin Anja Pärson. Die Salzburgerin verlor beim oberen Sprung die Kontrolle und prallte auf der harten Piste auf. Sie kam zwar ohne schwere Verletzung davon, klagte aber über Prellungen und musste ärztlich untersucht werden.

Ab Freitag geht's um Punkte
In Cortina gehen Freitag (Super G) und Samstag (Abfahrt) die letzten Damen-Speed-Rennen vor den Olympischen Spielen in Turin in Szene. Das Programm im Dolomiten-Ort wird am Sonntag mit einem Riesentorlauf abgeschlossen.

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