So sah Tattoo aus

Mörderjagd mit Musterkatalog

Täter und Tatort sind in Oberösterreich zu suchen, das Opfer stammt aber aus dem Ausland, glaubt die Kripo eine Woche nach dem Horrormord von Sarmingstein: Noch fehlt jeder Hinweis auf die geköpfte, verbrannte und versenkte Frau, deren zerstörte Tätowierungen keiner erkannte. Aber jetzt kann mit den Original-Mustern in der Tattoo-Szene ermittelt werden.

„Wir werden in den einschlägigen Zeitschriften der europa- und weltweiten Tätowierer-Verbände inserieren“, hofft Oberösterreichs Sicherheitsdirektor Alois Lißl, die Identität der Unbekannten zu klären: Die signifikante Fantasy-Figur auf ihrem Oberarm stammt von einem wahren Tattoo-Künstler, der nun bei Fachmessen gesucht wird.

Auch die vier wilden Schwertkämpfer auf der Hüfte der Frau sowie der fliegende Drache mit der Ritterburg auf ihrer Schulter sind hierzulande kaum zu haben - aber der Linzer Tätowierer Sigi fand diese zwei Motive in einem Vorlagenkatalog: Damit werden heute auch Zeugen im ORF-TV-Thema gesucht.

„Wenn wir die Frau kennen, finden wir ihren Mörder“, glauben die Ermittler, dass eine enge Täter-Opfer-Beziehung bestand: Weil der Killer seine 20-jährige Besucherin daheim geköpft, verstümmelt, verbrannt und dann in der Donau versenkt hat, um ihre Identifizierung zu verhindern. Seine Säge, Axt und Kanister weisen jedoch auf einen Tatort in Oberösterreich hin  alle Tatwerkzeuge sind in unseren Supermärkten und Tankstellen erhältlich.

 

 

 

 

Foto: SID

Donnerstag, 06. Mai 2021
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