22.01.2006 13:18 |

Überflieger

Ljökelsöy holt sich zweites Sapporo-Springen

Roar Ljökelsöy hat am Sonntag das zweite Weltcup-Skispringen in Sapporo (Japan) gewonnen. Der Norweger siegte nach seinem zweiten Platz vom Samstag mit Sprüngen auf 140 und 125,5 Metern vor den Japanern Daiki Ito (137,5/128 m) und Takanobu Okabe (117,5/137,5 m).

Platz vier ging mit Noriaki Kasai ebenfalls an einen Lokalmatador. Vortages-Sieger Björn Einar Romören (NOR) landete auf Rang fünf. Für die Österreicher setzte es ein Debakel, bester ÖSV-Adler wurde Manuel Fettner als 16., Rainer Schwarzenberger landete auf dem 19. Rang. Andreas Widhölzl segelte zwar auf den sechsten Platz, wurde aber im zweiten Durchgang wegen eines nicht regelkonformen Sprunganzugs disqualifiziert.

Sapporo-Reise hat sich nicht gelohnt
Nimmt man die Platzierungen als Maßstab, dann war Sapporo für die ÖSV-Springer keine Reise wert. Fettners 16. Platz im zweiten Springen bedeutete das schlechteste ÖSV-Resultat seit mehr als zehn Jahren. Widhölzl hat das vorgegebene Ziel, die am Kulm gezeigte Topform zu Spitzenresultaten im Weltcup zu nützen, jedenfalls nicht erreicht. In der ersten Konkurrenz raubte ihm ein mittelmäßiger zweiter Sprung bei Rückenwind die Chance auf einen Podestplatz, in der zweiten wäre er Sechster geworden.

Von der ÖSV-Elite absolvierten Thomas Morgenstern und Martin Koch in der vergangenen Woche wegen Verkühlungen Trainingspausen, die übrigen Schützlinge von Trainer Alexander Pointner versuchten sich im Training in Predazzo auf die auch bei den Winterspielen in Turin/Pragelato erwarteten Rückenwind-Bedingungen einzustellen.

Norwegischer Doppelsieg am Samstag
Die norwegischen Skispringer haben ihre Topform vom Kulm nach Sapporo mitgenommen und schon am Samstag eine Machtdemonstration abgelegt. Björn Einar Romören und Skiflug-Weltmeister Roar Ljökelsöy sorgten für einen Doppelsieg der Skandinavier. Und der Japaner Takanobu Okabe durfte sich über den ersten Podestplatz seit einem Sieg in Vikersund 1998 freuen. Für die Österreicher blieb nur Rang sieben durch Andreas Widhölzl als bestes Resultat.

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