20.01.2006 15:26 |

Nachwuchs

Justizministerin Gastinger bekommt ein Baby

Nicht nur die Grünen - auch das BZÖ erwartet Nachwuchs an vorderster Front: Justizministerin Gastinger ist schwanger. "Ja das Gerücht ist wahr", bestätigt ihr Pressesprecher Christoph Pöchinger. "Die Ministerin erwartet im August ihr erstes Kind." Erstmals in der Geschichte der zweiten Republik hat Österreich damit eine schwangere Ministerin.

"Die Ministerin freut sich sehr darauf, Mutter zu werden. Es geht ihr ausgezeichnet," teilte Pöchinger mit. Ihrem Amt wolle sie sich aber weiterhin mit voller Kraft widmen, versicherte der Sprecher. Es sei geplant, dass die Ministerin bis zum Ende der Legislaturperiode im Amt bleibe. Für die 41-Jährige ist es das erste Kind - für Ehemann Heinz das dritte. Die Juristin und der EDV-Techniker haben einander im vergangenen Juli in Kärnten das Ja-Wort gegeben.

Babypause im Sommer
Wie lange die Justizministerin im Sommer Babypause macht, muss sie im Wesentlichen selbst entscheiden. Der verpflichtende sechzehnwöchige "Mutterschutz" gilt für Regierungsmitglieder jedenfalls nicht, betont der Verfassungsrechtler Heinz Mayer. Schließlich sei das Regierungsamt ja kein Dienstverhältnis. Im Fall einer längeren Abwesenheit könnte Gastinger von einem anderen Minister vertreten werden.

Wer vertritt Gastinger?
In diesem Fall müsste der Bundespräsident einen Vertreter für Gastinger bestellen bzw. einen anderen Minister mit der Vertretung betrauen. "Ein Minister kann seine Amtsgeschäfte zum Teil auch von zu Hause aus führen", sagt Mayer. Aber wenn eine Ministerin ein paar Wochen zu Hause bleiben sollte, "dann wird man wohl einen Vertreter bestellen müssen".

Im Bild Ministerin Gastinger mit Ehemann Heinz

Sonntag, 28. Februar 2021
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