19.01.2006 13:08 |

Luft statt Schall

Menschen haben früher durch ihre Ohren geatmet

Bitte die Ohren spitzen oder besser gesagt "tief durchatmen": Nach dem jüngsten Stand der Forschung haben nämlich Menschen in grauer Vorzeit durch ihre Ohren geatmet. Darauf deuten zumindest wissenschaftliche Untersuchungen eines Fischfossils hin, das vor 370 Millionen Jahren lebte.

Anhand des versteinerten, so genannten Panderichthys schließen die schwedischen Forscher Martin Brazeau und Per Ahlberg von der Universität Uppsala, dass Teile des menschlichen Ohres ursprünglich mal Kiemen - also Atmungsorgane - waren.

Das uralte Fossil war ein enger Verwandter der ersten viergliedrigen Wirbeltiere und hatte in seinen Kiemen ein stark vergrößertes Atemloch, aus dem höchstwahrscheinlich unser Ohr entstanden ist. Nachdem sich beim Menschen kleine Knochen, die sich zur Tonübertragung bestens eignen, herausgebildet hatten, waren unsere Vorgänger in der Lage, damit auch zu hören.

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