Di, 19. Juni 2018

Ungünstiges Timing

28.07.2014 14:33

Aussterben der Dinosaurier war "kolossales Pech"

Dass die Dinosaurier ausgestorben sind, war einfach "kolossales Pech". Das ist zusammengefasst das Ergebnis einer Studie eines internationalen Forscherteams, das anhand zahlreicher Fossilien ein neues Bild zeichnet: Demnach hatten die letzten Dinos schon mit Klimaveränderungen zu kämpfen, hätten diese aber überleben können. Der Einschlag des gewaltigen Chicxulub-Meteoriten im heutigen Mexiko vor rund 65 Millionen Jahren habe den Dinosauriern aber den Rest gegeben.

Chicxulub (das kleine Bild zeigt eine künstlerische Illustration des Einschlages), für den man einen Durchmesser von rund zwölf Kilometern errechnet hat, hinterließ auf der Halbinsel Yucatan einen rund 200 Kilometer großen Krater. Er wird für das Verschwinden von zwei Drittel aller Tier- und Pflanzenarten verantwortlich gemacht.

Hätte der Meteorit aber etwas früher oder später eingeschlagen, dann gäbe es die Dinosaurier noch, so die Kernaussage der Paläontologen um Steve Brusatte von der University of Edinburgh. Denn schon Millionen Jahre vor dem Einschlag hätten schwankende Temperaturen und starke vulkanische Aktivitäten für ungünstige Lebensbedingungen der Dinosaurier gesorgt und die Nahrungskette der Tiere negativ beeinflusst.

Asteroideneinschlag gab Dinos den Rest
Die Folgen des Asteroideneinschlags - Tsunamis, Erdbeben, Waldbrände und ein verändertes Klima - hätten aber schließlich dazu geführt, dass die Nahrungsketten noch weiter reduziert wurden und dadurch eine Dinosaurierart nach der anderen ausstarb. Nur jene Spezies, die fliegen konnten, hätten überlebt und sich später zu den heutigen Vögeln weiterentwickelt, schreiben die Forscher im Fachjournal "Biological Reviews".

"Die Dinosaurier waren das Opfer von kolossalem Pech. Nicht nur, dass ein gigantischer Asteroid einschlug, es passierte just zum ungünstigsten Zeitpunkt, als die Ökosystem besonders verwundbar waren", fasst Studienleiter Brusatte die Ergebnisse der Studie zusammen.

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