Di, 19. Juni 2018

Anhaltende Kämpfe

26.07.2014 15:09

USA evakuieren ihre Botschaft in Libyen

Wegen anhaltender Kämpfe haben die USA am Samstag ihre Botschaft in der libyschen Hauptstadt Tripolis evakuiert. Alle Mitarbeiter seien auf dem Landweg nach Tunesien ausgereist, hieß es aus Washington. Das Personal war bereits zuvor reduziert worden. Rivalisierende libysche Milizen liefern sich seit Tagen heftige Gefechte um den internationalen Flughafen von Tripolis, der unweit der US-Botschaft liegt. Seit Beginn der Kämpfe am 13. Juli ist der Flugbetrieb eingestellt, rund 50 Menschen wurden getötet.

Das US-Außenministerium teilte mit, die Diplomaten würden vorläufig von Washington oder anderen Einrichtungen in der Region aus arbeiten. Die Behörde rief in einer aktualisierten Reisewarnung zudem alle US-Bürger zum "sofortigen Verlassen" des Landes auf. In den USA ist die Erinnerung an den Angriff radikaler Islamisten auf das US-Konsulat in Bengasi noch frisch, bei dem am 11. September 2012 der Botschafter Chris Stevens und drei US-Mitarbeiter getötet wurden.

Regierung befürchtet "Zerfall des Staates"
Die libysche Regierung hatte angesichts der Kämpfe um den Flughafen von Tripolis jüngst vor dem "Zerfall des Staates" gewarnt. In Libyen liefern sich rivalisierende Milizen seit dem Sturz des langjährigen Machthabers Muammar al-Gadafi im Jahr 2011 Kämpfe um die Kontrolle einzelner Städte. Mangels funktionierender Sicherheitskräfte ist auch die Regierung auf ihre Hilfe angewiesen.

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