Mo, 18. Juni 2018

Panne auf 1. Fahrt

25.07.2014 19:53

Erdogan saß in Hochgeschwindigkeitszug fest

Auf der Jungfernfahrt auf der ersten Hochgeschwindigkeitsbahntrasse zur Metropole Istanbul hat es in der Türkei eine technische Panne gegeben. Regierungschef Recep Tayyip Erdogan und weitere Ehrengäste saßen eine halbe Stunde lang mitten auf der Strecke fest, berichteten Medien am Freitagabend.

Es habe ein technisches Problem an einem Oberleitungskabel gegeben, weshalb der Zug in der Nähe von Izmir zum Halten kam, hieß es weiter. Erst nach einer halben Stunde konnten Ingenieure das Problem beheben - und der Zug weiter Richtung Istanbul fahren.

Jungfernfahrt nach "harter Arbeit"
Erdogan hatte es sich nicht nehmen lassen, persönlich auf der Jungfernfahrt dabei zu sein. Er fuhr mit dem Zug in Ankara los, um die prestigeträchtige, aber auch pannengeplagte Strecke einzuweihen. "Wir haben hart gearbeitet", sagte Erdogan bei einem Zwischenstopp in der Stadt Eskisehir. "Trotz aller Versuche, das Projekt zu sabotieren, zu blockieren und zu bremsen, haben wir die Strecke fertiggestellt und eröffnen sie heute." Der reguläre Zugverkehr auf der Trasse soll ab Samstag rollen.

In der Türkei fahren bereits seit Längerem Hochgeschwindigkeitszüge zwischen der Hauptstadt Ankara und den südlich gelegenen Städten Eskisehir und Konya. Istanbul war bisher jedoch nicht an dieses Netz angeschlossen, die Hochgeschwindigkeitstrasse in die Millionenmetropole war eines der erklärten Herzensprojekte des türkischen Regierungschefs.

Erdogan will Infrastruktur um jeden Preis modernisieren
Erdogan, der bei der Präsidentenwahl am 10. August kandidiert, gibt sich als glühender Kämpfer für die Modernisierung der Verkehrsinfrastruktur in seinem Land. Im vergangenen Jahr eröffnete er den ersten U-Bahn-Tunnel unter dem Bosporus, der nun den asiatischen und den europäischen Teil Istanbuls verbindet. Er will zudem eine dritte Brücke über den Bosporus und einen riesigen dritten Flughafen für die Metropole durchsetzen.

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