Verschwunden

Mysterium um Mühlviertlerin

Dubios ist das Verschwinden von Sabina Henrietta Maria Berger-Merwald aus Weitersfelden. Seit neun Tagen fehlt von der 48-jährigen Mühlviertlerin jede Spur. Vergangenen Samstag wurde zwar ihr Auto in Gutau gefunden, und Zeugen wollen sie unter anderem in Linz gesehen haben. Ein Verbrechen an der zweifachen Mutter, die weder Geld noch Pass bei sich hat, scheint aber nicht unmöglich.

Kurz hatten die Ermittler geglaubt, die Leiche von Sabina Berger-Merwald bei Sarmingstein in der Donau gefunden zu haben. Die Tätowierungen zerschlugen die Vermutung. Die Mühlviertlerin, deren Spur sich 45 Straßenkilometer vom Auffindungsort der verstümmelten Leiche verliert, hat keinen Körperschmuck.

Denn bei einem Parkplatz in Gutau wurde der schwarze Chrysler Voyager gefunden, mit dem Berger-Merwald am Montag, dem 9. Jänner, zu ihrem Sohn nach Wartberg/Aist aufgebrochen war. Doch dort kam die 48-Jährige nie an. Roland S. (45), Lebensgefährte und gleichzeitig Ex-Ehemann der Vermissten, konnte sich auch nicht erklären, warum sie plötzlich verschwunden war. Ermittlungen der Polizei ergaben, dass die Beziehung ein dauerndes „Auf und Ab“ und die Frau auch nervlich nicht allzu belastbar war. Nachbarn wissen, dass das Paar die meiste Zeit daheim am Bauernhof war, den es gemeinsam erstanden hatte. Der Lebensgefährte arbeite dort an digitalen Ton- und Videobearbeitungen.

Die Ermittler haben die leise Hoffnung, dass sich Sabina Berger-Merwald zu Bekannten abgesetzt haben könnte, „weil ihr alles zu viel geworden ist“. Doch am Dienstag rückten Leichenspürhunde an, um rund um den Parkplatz in Gutau, wo ihr Wagen gefunden worden war, nach der Vermissten zu suchen. Erfolglos…

 

 

Foto: SID

Donnerstag, 13. Mai 2021
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