17.01.2006 18:15 |

Grausame Kindheit

Volksschüler haben schon 18.000 Morde gesehen!

Experten in Österreich schlagen Alarm: Zwölfjährige Kinder haben in ihrem jungen Volksschülerleben schon bis zu 18.000 Morde gesehen! Der Grund: Der Gewaltanteil in Fernsehsendungen, aber auch in Videospielen beträgt bereits 78,7 Prozent - um 28 Prozent mehr als noch vor zehn Jahren.

Immer häufiger fungieren Fernsehgeräte als "Babysitter" und "Kindermädchen". "Dazu kommt, dass viele Buben und Mädchen in ihren Kinderzimmern eigene Fernsehapparate und Computer haben - Eltern verlieren da leicht die Kontrolle darüber, was sich der Nachwuchs ansieht oder welche Videospiele er aus dem Internet herunter lädt", warnt Oberösterreichs Landesbäuerin Annemarie Brunner. Der amerikanische Psychologenverband hat ermittelt, dass Kinder bis zu ihrem 12. Lebensjahr bereits 18.000 Morde am TV- oder Computerbildschirm miterlebt haben. 

Dabei ist in Zeichentrickfilmen der Aggressionsanteil gleich doppelt so hoch wie in Sendungen mit Realdarstellung - selbst Talkshows werden aggressiver. Durchschnittlich verbringen österreichische Jugendliche täglich mehr als sechs Stunden vor elektronischen Medien. In Linz startete deshalb eine Initiative gegen Gewalt in den Medien.

 

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