Do, 21. Juni 2018

18. Juli 2014

18.07.2014 09:24

Zucchinisteiger

Herrlich, wie man an zwei freien Tagen mit dem ersten Abstand zur Fußball-WM über das schmunzeln kann, was einen einen Monat lang rund um die Uhr bewegt hat.

Die fingierte Meldung, die nach dem "Gaucho-Gang" von Miroslav Klose und Co. im Internet kursiert, ist besonders köstlich: Der DFB reagiert auf die Kritik an der WM-Feier und wird sich dafür einsetzen, dass es keinen Final-Verlierer mehr gibt, sondern einen "zweiten Sieger"; es werden nur noch folgende Jubelgesänge gestattet: "Heile, heile Gänschen" und "Heute kann es regnen, stürmen oder schnei'n"; und um die Gefühle von Veganern nicht zu verletzen, heißt Bastian Schweinsteiger ab sofort Zucchinisteiger.

Darüber grinsen Fußballfreunde, gelegentlich wohl gequält, genauso wie über die Schmähgesänge der argentinischen WM-Kicker gegen Brasiliens Helden Pelé oder das Posting des Real-Spielers Alvaro Arbeloa nach dem Champions-League-Sieg mit dem Bayern-Poster und einem nicht druckreifen Schimpfwort.

Dieser Sport ist keine Kinderjause. Jeder Ansatz von Rassismus und Gewalt muss verpönt sein, aber der Schmäh darf doch noch rollen.

Die Melodie von "So gehen die Gauchos" stammt übrigens vom Kinderlied "Ich kenne einen Cowboy" und wurde schon bei unserer EURO 2008 angestimmt – damals hat's keinen gestört. Diesmal regten sich vor allem selbsternannte Intellektuellen-Blätter in unserem Nachbarland auf. Aber der elektronische Shitstorm, der gerade von dieser Leserschaft aus über die Zeitungen wirbelt, beweist: Die Deutschen wollen endlich lachen dürfen!

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