16.01.2006 21:01 |

Äußerst brutal

13-Jährige begingen 100 Raubüberfälle

Um ihr "Taschengeld aufzubessern", verübten drei Jugendliche in Wien mehr als hundert Raubüberfälle, stahlen Handys und bedrohten andere Jugendliche mit dem Messer. Vor allem im Bereich der Wiener Schnellbahnstationen schlugen die "Baby-Räuber" mit Fäusten und Füßen brutal zu.

"Diese Jugendlichen begingen die Straftaten im vollen Bewusstsein, straflos zu bleiben, da sie noch nicht strafmündig sind", so ein Fahnder des Landeskriminalamtes Wien. Selbst abgebrühte Kriminalisten waren erschüttert, mit welcher Brutalität die Kinder auf andere Kinder losgingen. Bisher kannte die Polizei diese Art von Kriminalität nur von bulgarischen Taschendiebsbanden, die ihre unmündigen Kinder auf Beutezug durch die österreichischen Städte schickten.

Die Zahl der Anzeigen gegen unmündige Straftäter hat sich von 1157 im Jahr 2004 auf 1858 im Jahr 2005 fast verdoppelt. Wiens Landespolizeikommandant Horngacher plant nun ein Sicherheitskonzept mit den jeweiligen Herkunftsländern der Täter auszuarbeiten. Die Beute verkauften die drei von der Wiener Polizei ausgeforschten Jugendlichen. Mit dem Geld gingen sie dann mit Freunden in Spielhallen oder besuchten Kinos. Die aus Ex-Jugoslawien stammende "Baby-Räuber"-Bande suchte ihre Opfer meist nur unter Österreichern.

Text: Erich Schönauer, Kronen Zeitung
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