So, 24. Juni 2018

Langes Martyrium

11.07.2014 12:53

21-Jährige schlug Ehemann monatelang - Anzeige

Ein wahres Martyrium dürfte ein 24-Jähriger aus Graz in den letzten zehn Monaten durchlebt haben. Immer wieder wurde der junge Mann von seiner 21 Jahre alten Ehefrau in der gemeinsamen Wohnung attackiert, geschlagen und bedroht. Erst am Donnerstag fasste der 24-Jährige Mut und zeigte seine Peinigerin bei der Polizei an.

Tagtäglich kommt es in Österreich zu Übergriffen zwischen Partnern und Eheleuten, betroffen sind dabei in den meisten Fällen Frauen. Doch nicht selten sind auch Männer die Opfer, allerdings trauen sich nur wenige der Leidtragenden, die Übergriffe zur Anzeige bringen - teils aus Scham, teils auch aus Angst, nicht ernst genommen zu werden oder keinen Glauben geschenkt zu bekommen.

Mann zweimal mit Küchenmesser beworfen
Doch für den 24-Jährigen war es offenbar der letzte gangbare Weg, um den Übergriffen seiner Ehefrau endlich zu entkommen. Seit Oktober 2013 war die 21-Jährige immer wieder auf den Mann losgegangen, hatte mit Fäusten auf ihn eingeschlagen, ihn misshandelt und dabei auch verletzt. Zweimal warf sie sogar ein Küchenmesser nach dem 24-Jährigen, glücklicherweise verfehlte sie ihn dabei jedes Mal.

Um weiteren Attacken zu entgehen, plante der Mann danach, sich von seiner Gattin scheiden zu lassen. Doch die 21-Jährige wollte das nicht akzeptieren, vielmehr drohte die im sechsten Monat Schwangere ihrem Mann sogar, das gemeinsame ungeborene Kind zu töten, und setzte ihn so massiv unter Druck.

Erneuter Streit brachte Fass zum Überlaufen
Am Donnerstagabend brachte dann ein neuerlicher Streit zwischen den Eheleuten wegen einer Geldbehebung das Fass schließlich zum Überlaufen. Die 21-Jährige ging wie so oft auf ihren Partner los und verletzte ihn leicht.

Dem 24-Jährigen reichte es danach endgültig - der Mann ging zur Polizei und zeigte seine aggressive Ehefrau an. Bei der darauf folgenden Einvernahme bestritt die 21-Jährige die Anschuldigungen und gab an, selbst von ihrem Ehemann tätlich angegriffen worden zu sein.

Die Beamten schenkten der Frau jedoch keinen Glauben - sie wurde wegen Körperverletzung, schwerer Nötigung und wegen des Versuchs der schweren Körperverletzung angezeigt. Die 21-Jährige wurde zudem aus der Wohnung weggewiesen, auch ein Betretungsverbot wurde über sie verhängt.

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