Sa, 18. August 2018

Vorfall in Israel

06.07.2014 09:47

Cousin des toten Teenagers angeblich misshandelt

Israel untersucht Vorwürfe, Grenzpolizisten hätten einen palästinensischen US-Staatsbürger verprügelt. Justizministerin Tzipi Livni habe Generalstaatsanwalt Yehuda Weinstein entsprechend angewiesen, berichteten israelische Medien am Sonntag. Das Justizministerium hatte am späten Samstag auch interne Ermittlungen der Polizei gegen die Beteiligten angekündigt. Bei dem Burschen soll es sich um einen Cousin des getöteten 16-Jährigen handeln, der am Freitag beigesetzt wurde.

Livni sprach nach Angaben der Zeitung "Maariv" von einer "sehr schwerwiegenden Tat von Männern in Uniform". Israelische Medien zeigten ein Video, auf dem zu sehen ist, wie Polizisten auf eine am Boden liegende Person einschlagen und -treten. Es handelte sich den Berichten zufolge um den Cousin des 16-jährigen Palästinensers, der am Mittwoch tot aufgefunden wurde und laut vorläufigem Autopsiebericht bei lebendigem Leibe verbrannt ist. Im Zusammenhang mit diesem Fall gibt es bereits erste Festnahmen.

In sozialen Netzwerken kursierten am Sonntag Bilder des 15-jährigen Tarik Abu Khudair mit geschwollenem Gesicht. Vertreter der Grenzpolizei erklärten gegenüber israelischen Medien, dass das Bildmaterial "manipuliert" worden sei. Insgesamt seien bei dem Vorfall am Donnerstag sechs maskierte Palästinenser festgenommen worden, von denen drei mit Messern bewaffnet gewesen seien. Sie hätten sich der Festnahme widersetzt und die Polizisten angegriffen.

Washington verurteilt Gewalt und fordert Aufklärung
Das Washingtoner Außenministerium verlangte am Samstagabend eine rasche Untersuchung des Vorfalls und verurteilte "den exzessiven Einsatz von Gewalt" gegen Abu Khudair. Zugleich bestätigte das Außenministerium, dass sich der 15-jährige Abu Khudair derzeit in Jerusalem in israelischer Haft befinde. Ein Vertreter des US-Konsulats habe ihn dort am Samstag besucht.

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