Unglück entronnen

Vier Ski-Fahrer entkamen Lawinenchaos

Trotz Lawinenwarnung sausten vier Ski-Fahrer am Krippenstein durch gesperrtes Gelände. Prompt löste sich ein Schneebrett, doch die Sportler entkamen der Gefahr. Das Quartett fuhr einfach weiter. Aber Ohrenzeugen schlugen Alarm: Im Schneesturm suchten unter eigener Lebensgefahr 130 Einsatzkräfte nach Opfern.

Chaos am Krippenstein, erst in den Abendstunden klärte sich die Lage: Am Montag gegen 14 Uhr sausten vier Skifahrer trotz Lawinenwarnung über die gesperrte Eisgruben-Variante hinunter. Prompt löste sich im Bereich der Mittelstation der Bundesheer-Seilbahn ein Schneebrett.

Ob die vier Wintersportler die Lawine ausgelöst hatten oder von ihr selbst überrascht wurden, wissen allerdings nur sie selbst.

Hilferufe gehört
Denn der Hergang wurde von niemandem sonst beobachtet. Ohrenzeugen hörten nur, dass Schneemassen abrutschten, vernahmen dann Hilferufe. Offenbar hatten sich die vier Ski-Fahrer praktisch nichts getan. Nur einer verlor ein „Brettl“, das Suchtrupps später fanden.

130 Bergretter un Alpinpolizisten rückten an
Die „Viererbande“ fuhr jedenfalls ins Tal ab, hielt es nicht für nötig, irgendjemandem Bescheid zu geben. Inzwischen war Lawinenalarm ausgelöst worden. Sieben Ortsstellen mit insgesamt 130 Bergrettern und Alpinpolizisten rückten mit fünf Suchhunden, Sonden und Ortungsgeräten an. Tatsächlich schlugen die Spürnasen auch mehrmals an, doch bestätigte sich ihr Verdacht zum Glück nicht.

„Wir mussten die Suche aufgeben, weil Staublawinen die Suchtrupps in Lebensgefahr brachten“, berichtet Bergretter-Pressesprecher Siegfried Passek.

 

 

 

 

Symbolfoto: Chris Koller

Samstag, 15. Mai 2021
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