13.05.2014 06:52 |

Nobelhotel geräumt

Bombendrohung störte Schröders Geburtstagsfeier

Eine Geburtstagsfeier für den deutschen Ex-Bundeskanzler Gerhard Schröder am Montagabend in einem Nobelhotel nahe Frankfurt ist durch eine Bombendrohung gestört worden. Das Gebäude wurde geräumt. Man habe aber keine Sprengkörper gefunden, berichtete das Polizeipräsidium in Wiesbaden. Schröder war wegen seiner herzlichen Freundschaft zum russischen Präsidenten Wladimir Putin immer wieder ins Visier der Kritik geraten.

Das Menü, bei dem Seeteufelmedaillons und Schokoladenvariationen vorgesehen waren, wurde jäh unterbrochen, als die Drohung gegen 19.30 telefonisch einging. Die Gäste mussten das Schlosshotel Kronberg, das im Taunus bei Frankfurt liegt, verlassen. Sie seien mit Shuttlebussen ins Grandhotel Falkenstein im benachbarten Königstein gebracht worden.

Stundenlange Suche blieb ohne Ergebnis
Die Polizei durchsuchte das Gebäude in Kronberg mit Spürhunden. Gegen 23 Uhr wurde das Haus in Teilen wieder freigegeben. Auch Angestellte und andere Hotelgäste mussten das Gebäude verlassen, da sich die Drohung nicht speziell gegen Schröders Feier gerichtet hat.

Feier auf Einladung der Rothschild-Bankengruppe
Im Taunus hatte Schröder auf Einladung der Bankengruppe Rothschild gefeiert. Schröder ist einem Sprecher der privaten Rothschild-Gruppe zufolge seit 2006 Mitglied des internationalen Beraterkreises der Gruppe.

Zu den Gästen des privaten Abendessens gehörte auch der russische Botschafter in Deutschland, Wladimir Grinin. Vertreter der deutschen Wirtschaft wie Hauptstadt-Flughafenchef Hartmut Mehdorn und der Vorstandsvorsitzende der Deutschen Bank, Jürgen Fitschen, sowie FC-Schalke-04-Aufsichtsratschef Clemens Tönnies waren ebenfalls bei dem Fest.

Kritik nach Geburtstagsfeier mit Kremlchef Putin
Es war allerdings nicht die erste Geburtstagsfeier für Schröder, der derzeit Aufsichtsratschef des russisch-deutschen Erdgasprojekts Nordstream ist. Mit einer Geburtstagsparty in St. Petersburg und einer herzlichen Umarmung mit Kremlchef Wladimir Putin (siehe Story in der Infobox) mitten in der Ukraine-Krise hatte Schröder Ende April Kritik auf sich gezogen. Eigentlicher Geburtstag des deutschen Ex-Kanzlers war bereits am 7. April.

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