Do, 21. Juni 2018

Gesprächsbereit

01.02.2006 17:28

Hamas will Waffenruhe mit Israel bereden

Eine Woche nach ihrem Sieg bei den palästinensischen Parlamentswahlen hat die radikale Hamas ihre Bereitschaft zu einer Verlängerung der Waffenruhe mit Israel erklärt. Gegen Gespräche sei nichts einzuwenden. Die Forderungen nach einer Entwaffnung und nach Anerkennung des Existenzrechts von Israel wies sie jedoch zurück. Ebenso maßregelte man US-Präsident Bush.

„Diese Bedingungen können nicht akzeptiert werden, und der US-Präsident sollte die Realität anerkennen“, sagte der stellvertretende Leiter des Hamas-Politbüros, Moussa Abu Marzouk unter Bezugnahme auf Bushs Rede zur Lage der Nation vor beiden Häusern des Kongresses.

Israel muss sich ändern
„Das palästinensische Volk hat seine demokratische Wahl getroffen.“ Weiter hieß es, seine Organisation ziehe derzeit weder die Anerkennung Israels noch Verhandlungen mit der israelischen Regierung in Betracht. Dies könne sich nur ändern, wenn Israel seine Haltung grundlegend ändere.

Erst tun, dann reden!
Erste Gespräche zur Bildung einer neuen palästinensischen Regierung sollen am Freitag in Gaza beginnen. Präsident Abbas werde mit politischen Führern der Hamas zusammentreffen. In Kairo beriet Abbas unterdessen mit dem ägyptischen Präsidenten Mubarak über das weitere Vorgehen. Der ägyptische Geheimdienstchef General Omar Suleiman sagte vor Journalisten, Ägypten wolle die Hamas zur Anerkennung Israels, zur Entwaffnung ihrer Kämpfer und zur Einhaltung der bestehenden Friedensverträge auffordern. Vorher werde niemand mit der Hamas reden.

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