Eine Million Neugeborene sterben jährlich an ihrem ersten und einzigen Lebenstag - weitere 1,2 Millionen während der Geburtswehen, heißt es in dem "Stoppt das Sterben - Wie Neugeborene in Zukunft überleben können" betitelten Report. "Der erste Tag im Leben eines Kindes ist der gefährlichste", erläutert Kathrin Wieland, Geschäftsführerin der deutschen Sektion von Save the Children.
NGO: Hälfte der Fälle könnte vermieden werden
Die von der Nichtregierungsorganisation (NGO) vorgelegten Zahlen beziehen sich auf das Jahr 2012. Demnach sind die häufigsten Todesursachen Frühgeburten, Komplikationen bei der Geburt und Infektionen. Die NGO geht davon aus, dass etwa die Hälfte der Fälle durch eine ausreichende Versorgung der Neugeborenen und ihrer Mütter vermieden werden könnte.
"In zahlreichen Fällen können kleinere, aber wesentliche Eingriffe bedrohte Leben retten", heißt es in dem Bericht der Kinderrechtsorganisation. So müssten rund 40 Millionen Frauen jährlich ohne die Unterstützung einer Hebamme oder einen anderen medizinischen Beistand gebären, die in der Lage und ausgebildet wären, Kind und Mutter lebensrettend zu helfen.
"Viele Mütter gebären ohne jede Hilfe"
Zu viele Mütter gebären allein auf dem Fußboden ihrer Häuser oder im Busch ohne jede Hilfe", kritisierte Justin Forsyth, Chef von Save the Children. Die Organisation fordert daher von den Regierungen weltweit, bis zum Jahr 2015 zu gewährleisten, dass möglichst bei jeder Geburt fachkundige Hilfe zugegen ist.
Andernfalls bestehe die Gefahr, dass es trotz der Erfolge im Kampf gegen Kindersterblichkeit wieder Rückschritte gebe: Seit dem Jahr 1990 konnte die Sterblichkeit von Kindern unter fünf Jahren auf 6,6 Millionen mehr als halbiert werden, wie es in dem Bericht heißt.











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