14-tägige Mondnacht

Chinas Rover "Yutu" beginnt kritische Schlafphase

Wissenschaft
23.02.2014 16:07
Mit Beginn der 14-tägigen Mondnacht hat der chinesische Mond-Rover "Yutu" trotz ungelöster technischer Probleme seine dritte Schlafphase begonnen. Wie die amtliche Nachrichtenagentur Xinhua am Sonntag meldete, suchen die Forscher noch immer nach der Ursache der Kontrollprobleme. Sie befürchten, dass die extreme Kälte - die Temperatur kann unter minus 180 Grad Celsius fallen - dem Fahrzeug weiter zusetzen könnte.

Die technischen Probleme waren erstmals aufgetreten, bevor der Rover "Yutu" (Jadehase) Ende Jänner für seine zweite Mondnacht vorübergehend stillgelegt worden war. Später wurde das Fahrzeug als verloren gemeldet, "erwachte" aber nach Angaben eines Sprechers des Mondprogramms Mitte Februar wieder. Radar, Panoramakamera und Infrarot-Ausrüstung des Rovers seien funktionstüchtig, hieß es.

Die langen Mondnächte sind extrem kalt, weil der Erdbegleiter keine Atmosphäre hat. Da keine Sonnenstrahlen die abgewandte Seite des Erdbegleiters erreichen, können die Solarpanels das Fahrzeug während dieser Zeit nicht mit Strom versorgen. Die erste Mondnacht zwischen dem 26. Dezember und 11. Jänner verlief noch problemlos.

China als dritte Nation auf dem Mond
Die Raumsonde "Chang'e 3" war am 15. Dezember auf dem Mond gelandet und hatte das Mondfahrzeug ausgesetzt. Damit wurde China nach den USA und der Sowjetunion die dritte Nation, die eine Mondlandung unternommen hat.

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