Wissenschaftler der Royal Halloway University of London, der Universität Exeter und der Uni Halle setzten zunächst im Labor Hummeln dem sogenannten Krüppelflügelvirus und einem parasitären Pilz namens Nosema ceranae aus. Die Lebenserwartung der Hummeln - normalerweise rund 21 Tage - sank daraufhin deutlich, um ein Viertel bis ein Drittel. "Das bedeutet, dass diese Krankheitserreger wirklich ansteckend sind", sagte Fürst.
In einem zweiten Schritt sammelten die Forscher an 26 Orten in ganz Großbritannien Honigbienen und Hummeln ein und untersuchten sie auf das Virus und den Pilz. Sie fanden eine weite Verbreitung der Krankheitserreger bei den Tieren. Auch fanden sie heraus heraus, dass die genetischen Stämme des Virus an einem Ort gleich waren und unterschiedlich von denen an anderen Orten - was für eine Übertragung von einer Tierart auf die andere in einem bestimmten Gebiet spricht.
Erreger werden über Blüten übertragen
Es könne zwar nicht mit Sicherheit gesagt werden, dass der Übertragungsweg von den Honigbienen auf die Hummeln verlaufe und nicht umgekehrt, räumen die Wissenschafter ein. Dies sei aber die wahrscheinlichste Hypothese. So waren mehr Honigbienen infiziert als Hummeln und die Virenbelastung bei den Honigbienen war höher. Übertragen werden die Krankheitserreger vermutlich, indem Bienen auf einer Blüte Pilzsporen oder Viruspartikel hinterlassen, mit denen sich dann Wildbienen beim Besuch derselben Blüte infizieren.
"Die Ergebnisse legen nahe, dass dringend Empfehlungen für die Praxis ausgesprochen werden müssen, um wilde und von Imkern gezüchtete Bienen besser vor diesen verheerenden Krankheiten zu schützen", erklärte Robert Paxton von der Universität Halle, der an der Studie mitwirkte. Sowohl Honig- als auch Wildbienen spielten eine "unerlässliche Rolle als Bestäuber von vielen Wild- und Kulturpflanzen".











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