Um 4,4 Prozent

Zahl der Einbürgerungen 2013 leicht gestiegen

Österreich
19.02.2014 10:16
Die Zahl der Einbürgerungen ist im vergangenen Jahr leicht gestiegen: 7.418 Personen haben 2013 laut Statistik Austria die österreichische Staatsbürgerschaft erhalten, das sind um 4,4 Prozent mehr als im Jahr zuvor. Unter den insgesamt 123 Herkunftsländern lag die Türkei mit 1.108 Personen an erster Stelle, gefolgt von Bosnien und Herzegowina mit 1.039 sowie Serbien mit 824 Einbürgerungen. Weiters zeigt sich, dass die Erfolgsquote beim Staatsbürgerschaftstest immer weiter steigt.

Auf Platz vier und fünf bei den Herkunftsländern lagen die Russische Föderation mit 430 Personen und der Kosovo mit 348. Die Einbürgerungszahlen waren seit dem Rekordjahr 2003 mit 45.112 Fällen kontinuierlich gesunken und erreichten im Jahr 2010 ein Minimum von 6.190. Seit 2011 gibt es wieder einen leichten Anstieg.

Rechtsanspruch häufigster Einbürgerungsgrund
Knapp mehr als die Hälfte aller Einbürgerungen erfolgte 2013 aufgrund eines Rechtsanspruchs. Darunter waren 2.029 Personen mit einem mindestens sechsjährigen Wohnsitz in Österreich und solche, die aus "besonders berücksichtigungswürdigen Gründen", wie etwa der Geburt in Österreich oder einer Asylberechtigung einen Anspruch hatten. 500 hatten einen mindestens 15-jährigen Wohnsitz in Österreich, 905 erlangten die Staatsbürgerschaft aufgrund einer Eheschließung. Weitere 1.205 Personen erhielten die Staatsbürgerschaft "im Ermessen".

In fünf Bundesländern wurden im Jahr 2013 mehr Personen eingebürgert als im Jahr davor. Die deutlichsten Zuwächse gab es in der Steiermark (plus 31,8 Prozent), in Kärnten (plus 24,2 Prozent) und in Oberösterreich (plus 11,3 Prozent). Es folgen Niederösterreich und Tirol, weniger Einbürgerungen gab es hingegen in Vorarlberg, im Burgenland, in Wien und in Salzburg.

Erfolgsquote bei Staatsbürgerschaftstest gestiegen
Mittlerweile zeichnet sich der Trend ab, dass immer mehr Personen den Staatsbürgerschaftstest bestehen. 2013 hat sich die Erfolgsquote von rund 91,1 Prozent im Jahr zuvor auf knapp 94,2 Prozent erhöht, wie aus den statistischen Auswertungen einzelner Bundesländer ersichtlich wird. Lediglich drei Prozent haben den Test nicht bestanden, ein etwa gleich großer Teil ist gar nicht erst angetreten. Zum Vergleich: 2012 waren noch 4,7 Prozent durchgefallen und 4,2 Prozent nicht angetreten.

Im November 2013 wurde ein neuer Staatsbürgerschaftstest eingeführt mit dem Ziel, "nicht mehr nur rein historisches Faktenwissen abzufragen, sondern ein besseres Verständnis für die Geschichte und Gegenwart und für rechtliche Werte und Prinzipien zu bilden". Insgesamt 18 Fragen, die sich zu je sechs auf drei Prüfungsgebiete aufteilen, gilt es beim zu beantworten. Online kann unter ein Übungstest durchgeführt werden.

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