Einsatz eskaliert

Zwei Polizistinnen von Mann (23) brutal verprügelt

Österreich
12.02.2014 09:58
Mit Gehirnerschütterungen, Platzwunden und Hautabschürfungen ist in der Nacht auf Mittwoch ein Einsatz für zwei Polizistinnen in Klagenfurt zu Ende gegangen. Die Beamtinnen im Alter von 27 und 32 Jahren wurden via Notruf zur Schlichtung einer Beziehungsstreits gerufen. Dabei rastete ein 23 Jahre alter Arbeiter aus und verletzte die beiden Frauen schwer.

Nachbarn hatten die Polizei gegen 22.30 Uhr wegen des lautstarken Beziehungsstreits alarmiert. Als die Beamtinnen eintrafen, befand sich das Paar bereits vor dem Haus. Die beiden verhielten sich gegenüber den Polizistinnen äußerst aggressiv und beschimpften sie auch.

Da sich der tobende Arbeiter nicht beruhigen ließ, versuchten die Einsatzkräfte den Mann festzunehmen. Dabei versetzte der 23-Jährige einer der beiden Beamtinnen einen wuchtigen Stoß, wodurch diese auf die Fahrbahn stürzte. Danach prügelte er auf die zweite Frau brutal ein. Die Beamtin stürzte zu Boden und blieb verletzt liegen. Trotzdem ließ der Tobende nicht von der Verletzten ab und schlug weiter auf sie ein.

23-Jähriger nach kurzer Flucht festgenommen
Ihre Kollegin rappelte sich indes auf und versuchte den Mann unter Kontrolle zu bringen - vergeblich. Der 23-Jährige schlug wild um sich und ergriff dann die Flucht. Beide Beamtinnen blieben schwer verletzt zurück.

Im Zuge einer sofort eingeleiteten Fahndung konnte der Arbeiter gegen 23.30 Uhr festgenommen werden. Er wurde ins Polizeianhaltezentrum Klagenfurt gebracht. Bei der Attacke hatte er sich einen Finger gebrochen. Der 23-Jährige sowie seine Freundin wurden angezeigt.

Polizeisprecher: "Es ist recht viel Blut geflossen" 
Die verletzten Beamtinnen wurden ins UKH Klagenfurt eingeliefert, am Mittwochvormittag konnten sie in häusliche Pflege entlassen werden. "Im ersten Moment haben die Verletzungen sehr schlimm ausgesehen, es ist recht viel Blut geflossen. Inzwischen geht es den Kolleginnen den Umständen entsprechend gut", sagte Polizeisprecher Rainer Dionisio. "Die Aggressivität gegenüber Polizisten nimmt leider immer mehr zu", so der Sprecher.

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