So, 22. Juli 2018

Fußball-WM

10.12.2005 13:01

Die Gruppen für die WM sind ausgelost

Das sprichwörtliche Losglück ist der deutschen Fußball-Nationalmannschaft vor der zweiten Heim-WM nach 1974 treu geblieben. Mit Costa Rica, am 9. Juni 2006 in München Gegner im WM- Eröffnungsspiel, Polen und Ecuador erhielt das als Kopf der Gruppe A gesetzte Team von Bundestrainer Jürgen Klinsmann am Freitagabend bei der Auslosung in Leipzig durchweg lösbare Aufgaben für die Vorrunde der 18. Weltmeisterschaft.

Mit einem Lächeln quittierte Klinsmann die Namen der drei Gegner, die dem deutschen Team von den Fußball-Legenden Johan Cruyff, Pele und Lothar Matthäus zugelost wurden.

"Wir sind gut weggekommen. Wenn ich die anderen Gruppen sehe, wo es richtig geballert hat, da haben wir doch wieder etwas Losglück gehabt. Unsere Mannschaft hat eine sehr gute Chance, in das Achtelfinale zu kommen", sagte der Geschäftsführende DFB-Präsident Theo Zwanziger in einer ersten Reaktion.

Nicht gegen die Niederlande
182 Tage vor WM-Beginn blieb dem dreimaligen Weltmeister ein erneutes Vorrundenduell mit dem Erzrivalen Niederlande wie bei der EURO 2004 in Portugal erspart. Stattdessen loste der dreimalige Weltmeister Pele dem DFB-Team Polen als europäischen Gegner zu. Gegen die Osteuropäer spielen die Gastgeber am 14. September in Dortmund. An Polen hat das deutsche Team gute Erinnerungen. Bei der WM-Endrunde 1974 gelang durch einen 1:0-Sieg in der "Wasserschlacht" von Frankfurt der Einzug ins Finale. In bisher 14 Länderspielen gegen die Osteuropäer gab es für das DFB-Team zehn Siege und noch keine Niederlage. Die letzte Partie am 4. September 1996 endete nach Toren des heutigen Nationalmannschafts-Managers Oliver Bierhoff und Klinsmann mit 2:0.

Aus Topf zwei zog der Niederländer Cruyff Ecuador als Gegner für das dritte deutsche Vorrunden-Spiel am 20. Juni in Berlin. Gegen den Vierten der Südamerika-Qualifikation hat der DFB bisher noch kein Länderspiel ausgetragen. Gleiches gilt auch für den Auftakt-Gegner Costa Rica. Die Mittelamerikaner hatten die Qualifikation als Dritter der CONCACAF-Zone abgeschlossen.

Sollte die Klinsmann-Elf die Vorrunde als Gruppensieger überstehen, würde sie der Weg zum Achtelfinale am 24. Juni erneut nach München führen. Die weiteren Stationen auf dem Weg zur ersehnten Endspiel-Teilnahme wären wiederum Berlin (30.6./Viertelfinale) und Dortmund (4.7./Halbfinale). Als Zweiter der Gruppe A müsste das DFB- Team am 25. Juni zum Achtelfinale in Stuttgart antreten. Weitere Stationen wären dann Gelsenkirchen (1. Juli) und München (5.7.). Eine Neuauflage des WM-Finales von 2002 gegen Brasilien ist frühestens im Halbfinale möglich. Schon bei der Probeziehung am Freitagabend hatte sich das Glückslos für die deutsche Mannschaft angekündigt. Dabei wurden die Schweiz, Ecuador und Saudi-Arabien als Vorrunden-Gegner gezogen.

In der von FIFA-Mediendirektor Markus Siegler geleiteten Auslosung vor 4000 geladenen Gästen in der Messehalle 1 und geschätzten 320 Millionen Fußball-Anhängern weltweit vor dem TV traf es die Niederlande besonders hart. Die "Oranjes" treffen in der Gruppe C auf den zweifachen Weltmeister Argentinien, Serbien-Montenegro und WM- Neuling Elfenbeinküste. Der als Kopf der Gruppe F gesetzte Titelverteidiger Brasilien trifft auf Kroatien, Australien und Japan. Vor der Auslosung lobte FIFA-Präsident Joseph Blatter die deutschen WM-Organisatoren ausdrücklich. "Ich bin überzeugt, dass aus der 2+ noch eine 1 wird", sagte der Schweizer, der zu Wochenbeginn noch leise Kritik an den Gastgebern geübt hatte.

Der Spielplan der WM stand endgültig erst nach Mitternacht nach einem Treffen zwischen Vertretern des Weltverbandes (FIFA) und der Fernsehanstalten fest. Möglich waren noch Spielverschiebungen innerhalb eines Tages, um die Begegnungen möglichst in allen Ländern zur besten Sendezeit übertragen zu können.

Bevor Kameruns Ex-Star Roger Milla die knapp 30-minütige Auslosungszeremonie um 21.43 Uhr mit der Festlegung der übrigen sechs Gruppenköpfe eröffnete, präsentierte sich das Gastgeberland in einer knapp einstündigen Show. TV-Moderator Reinhold Beckmann und Top-Model Heidi Klum führten zweisprachig durch das Programm, in dem die Organisatoren das WM-Motto "Die Welt zu Gast bei Freunden" in Bilder umsetzten. Zu den Höhepunkten zählten die Auftritte von Pop-Sänger Juanes und des niederländischen Magiers Hans Klok sowie ein Film von Regisseur Wolfgang Becker zu den Klängen des Bolero von Maurice Ravel.

Alle Gruppen siehe Linkbox!

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