Die Ergebnisse hätten sie selbst überrascht, berichten die Forscher. "Bisher gingen wir davon aus, dass es generell leichter sei, sich als attraktiv empfundene Gesichter einzuprägen - einfach weil wir schöne Gesichter lieber betrachten", sagte der Psychologe Holger Wiese. Es sei davon auszugehen, dass bei attraktiven Gesichtern der Lernprozess durch emotionale Einflüsse gestört werde, die ein Wiedererkennen erschwerten.
Die Wissenschaftler hatten Testpersonen jeweils für wenige Sekunden Fotos von gleichermaßen markanten Gesichtern gezeigt, die je zur Hälfte als eher attraktiv oder eher unattraktiv eingestuft wurden. In einer zweiten Runde wurden den Probanden die Gesichter dann erneut gezeigt, dabei wurden sie nach dem Wiedererkennen gefragt. Es zeigte sich, dass es bei attraktiven Gesichtern deutlich mehr Irrtümer gab, berichten die Forscher im Fachmagazin "Neuropsychologia".
Besondere Merkmale sind wichtig
"Offensichtlich neigen wir gelegentlich dazu zu glauben, dass wir ein Gesicht wiedererkennen, einfach weil wir es attraktiv finden", erklärt Wiese. Wenn eine Schauspielerin wie Angelina Jolie (Bild) weltweit als Inbegriff weiblicher Attraktivität gelte, sei das kein Wunder. Neben bloßer Schönheit garantierten besondere Merkmale wie große Augen und volle Lippen dabei einen hohen Wiedererkennungswert: "An solche Gesichter erinnern wir uns ziemlich gut."











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