Sa, 18. August 2018

Rechenschiebung

01.12.2005 16:08

Wiener Mathematiker berechnet die Zukunft

In Wien wird die Zukunft berechnet! Jedenfalls behauptet US-Mathematiker John Casti, der hier lebt, dass er genau das kann. Er prophezeit allerdings keine Einzelereignisse, sondern gesellschaftliche Phänomene.

Er vergleicht seine Prognosen mit der Wettervorhersage, bestimmte Klassen von Ereignissen treten demnach mit höherer Wahrscheinlichkeit ein als andere. Casti geht von der Annahme aus, dass die gesellschaftliche Stimmung die Ursache gesellschaftlicher Ereignisse ist.

Wirklich erfreulich sind die Ergebnisse der Berechnungen nicht: Seit dem Jahr 2000 befinden wir uns angeblich an einem Wendepunkt von einem stark positiven Trend zu einer negativen Entwicklung, die wahrscheinlich einige Jahrzehnte anhalten werde.

Nach Castis Erkenntnissen befindet sich der Kern der gesellschaftlichen Stimmung auf der individuellen Ebene, und zwar in den älteren Teilen unseres Gehirns. "Im Menschen ist eine Art Herdenmentalität angelegt: Menschen schließen sich in Gruppen zusammen, entwickeln ein Gruppendenken, weil dies einen evolutionären Vorteil bietet. (...) Wenn Individuen anfangen, etwas zu glauben, verbreitet sich dieser Glaube in der Bevölkerung wie eine Art Krankheit", sagte Casti dem Technology Review. Die Stimmung wirke sich darauf aus, welche Bücher die Menschen lesen, welche Musik sie hören. "Langfristig gilt das auch für die politische Einstellung, für die Religion und letztlich das gesamte Leben."

Symbolbild

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