Mi, 26. September 2018

Sensation verpasst

20.01.2014 20:00

EM: ÖHB-Team unterliegt Weltmeister Spanien 27:28

Österreichs Handball-Männer sind bei der EM in Dänemark am Montag nur knapp an einer Sensation vorbeigeschrammt. Zwei Tage nach der schwachen Vorstellung gegen Island musste sich das ÖHB-Team Weltmeister Spanien denkbar knapp mit 27:28 (12:14) geschlagen geben. Mit einer kämpferisch starken Leistung brachte man den Gegner vor 13.000 Zuschauern in Herning an den Rand der zweiten Niederlage im Turnier.

Die Halbfinalchance war für die in Gruppe I weiter auf dem letzten Platz rangierenden Österreicher schon zuvor dahin gewesen. Am Mittwoch wartet zum Abschluss das Duell mit Ungarn. Spanien, das sich eine Niederlage nicht leisten konnte, schloss in der Tabelle punktemäßig zu Leader Dänemark auf.

Wieder schlechten Start erwischt
Zu Beginn der Partie bildeten Vitas Ziura, Viktor Szilagyi (Bild) und Roland Schlinger die österreichische Aufbaureihe, die aber gegen die spanische Deckung geraume Zeit keinen Stich machte. Erst in der 11. Minute war Szilagyi zum 4:7 erstmals aus dem Rückraum erfolgreich. Bis dahin waren es die beiden Flügel Raul Santos (2) und Robert Weber, die für die rot-weiß-roten Tore gesorgt hatten.

Der Start war ähnlich schlecht wie gegen Island verlaufen, nach 2:30 Minuten stand es bereits 0:3. Diesmal aber kämpfte man sich mit einer aggressiven Abwehr ins Spiel zurück, auch Goalie Nikola Marinovic konnte sich auszeichnen. In der 17. Minute gelang Santos im Gegenstoß sogar die 9:8-Führung, zuvor hatte Dominik Schmid zwei schöne Treffer beigesteuert.

Mehrmals in Führung gegangen
Österreich blieb ab diesem Zeitpunkt an den Spaniern dran und ging sogar zwei weitere Male in Führung (11:10/20. und 12:11/25.). Dabei kam den Außenseitern nicht nur die starke Defensive, sondern auch Fehlwürfe und technische Fehler des Gegners zupass.

Dennoch ging Spanien mit einem Plus von zwei Toren in die Pause, weil Österreich im Finish der ersten Hälfte mehrmals patzte. Nach dem Seitenwechsel bauten die Spanier ihren Vorsprung auf drei Treffer aus, Österreich kämpfte um den Anschluss.

Vier Szilagyi-Tore in fünf Minuten
Die Abwehr um den Mittelblock Markus Kolar/Markus Wagesreiter leistete weiter gute Arbeit, die großen Chancen auf Tore ließ Österreich aber ungenutzt - Weber scheiterte im Gegenstoß (38.), Konrad Wilczynski vom Siebener (40.). Das nutzte Spanien, um sich auf vier Tore abzusetzen (16:20/41.). Doch die ÖHB-Auswahl blieb dran, auch weil der zuvor blasse Szilagyi vier Tore in fünf Minuten beisteuerte und auf 24:26 (51.) stellte.

Im Finish waren die Zuschauer beim Stand von 25:27 längst aufseiten der Österreicher, die Spanien weiter zusetzten. Eine Überzahlphase lief anfangs gut, dann aber vergab Weber die große Chance auf das 27:28 (29.). Das fiel erst später, Österreich erarbeitete sich sogar den letzten Angriff - mit noch zehn Sekunden auf der Spieluhr. Mehr als ein direkter Freiwurf schaute aber nicht mehr heraus, Szilagyi scheiterte nur knapp an der spanischen Mauer.

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