Sa, 18. August 2018

Häufchen Elend

10.01.2014 10:29

Hier weint ein Rallye-Dakar-Pilot um sein Motorrad

Die Rallye Dakar ist wohl das härteste Rennen der Welt und kennt keine Gnade. Diese Erfahrung musste am Donnerstag auf der fünften Etappe auch Paulo Goncalves machen. Der Motorradpilot aus Portugal kam zu Sturz, worauf seine Honda Feuer fing und in Rauch aufging. Der 34-Jährige blieb zwar unverletzt, konnte seine Gefühle aber nicht mehr im Zaum halten - er begann neben seinem brennenden Bike hemmungslos zu weinen.

Erst der Renndirektor schaffte es, Goncalves zu trösten und von der Unfallstelle wegzuführen. Am Ende blieb von dem Feuerstuhl nur noch ein verkohltes Wrack übrig. Für Goncalves, der vor der Donnerstagsetappe auf Rang 15 gelegen war, ging die Rallye damit vorzeitig zu Ende.

Belgier tot aufgefunden
Während der Portugiese allerdings mit seinem Leben davonkam, hatte der belgische Motorradfahrer Eric Palante weniger Glück: Der 50-Jährige verunglückte auf der fünften Etappe von Chilecito nach San Miguel de Tucuman tödlich. Die genaue Todesursache soll nun untersucht werden. Palante war heuer zum elften Mal im Rahmen der Rallye Dakar am Start. Er ist der 23. tödlich verunglückte Teilnehmer der seit 1979 gefahrenen Rallye.

Coma übernimmt Führung bei Motorrädern
Die Führung bei den Motorrädern hat indes mit einem souveränen Etappensieg der spanische KTM-Star Marc Coma übernommen. Zahlreiche Teilnehmer beendeten die Sonderprüfungsstrecke vorzeitig nach 211 der vorgesehenen 527 Kilometer, weil sie auf der sandigen Strecke nicht den richtigen Weg eingeschlagen hatten.

Roma löst bei den Autos Sainz als Spitzenreiter ab
Bei den Autos hat der Spanier Nani Roma mit seinem französischen Beifahrer Michel Perin die Gesamtführung übernommen. Das Duo setzte sich am Donnerstag durch und ließ damit den bisherigen Spitzenreiter Carlos Sainz deutlich hinter sich.

Für Autos und Trucks wurde das Ziel der Wertungsprüfung auf den Kontrollposten bei Kilometer 428 vorverlegt. Die Verbindungsstrecke bis zum vorgesehenen Etappenziel in San Miguel de Tucuman war zudem von einem Streikposten von Tabakarbeitern gesperrt worden.

Journalisten tödlich verunglückt
Am Rande des Rennens hat sich am Donnerstag außerdem ein tödliches Unfalldrama abgespielt. Zwei argentinische Journalisten, die für die Zeitschrift "Super Rally" berichtet haben, sind tödlich verunglückt. Die beiden Männer im Alter von 51 und 20 Jahren stürzten mit ihrem Fahrzeug in eine Schlucht. Zwei Fotografen, die sich ebenfalls im Auto befanden, wurden verletzt ins Spital eingeliefert. Die beiden Verstorbenen hatten sich nicht offiziell bei den Veranstaltern akkreditiert.

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