Mi, 15. August 2018

"R2" lernt gehen

11.12.2013 08:57

NASA-Ingenieure verpassen ISS-Roboter Beine

Die US-Weltraumbehörde NASA will dem humanoiden Roboter "Robonaut 2" (kurz R2) Beine machen. Ingenieure wollen dem Roboter, der bisher auf einem Gestell in der Internationalen Raumstation ISS steht, das Laufen beibringen und haben deshalb Beine für ihn entwickelt. Langfristig soll R2 die Crew bei Außeneinsätzen unterstützen.

"Robonaut 2" war Anfang 2011 zur ISS geflogen und ein halbes Jahr später in Betrieb genommen worden. Gesteuert wird R2, der von der NASA gemeinsam mit dem US-Konzern General Motors entwickelt worden war, von Mitarbeitern im Kontrollzentrum auf der Erde über einen Computer an Bord der Raumstation.

Der Roboter-Assistent hat einen menschenähnlichen Torso und soll mit seinen Armen und Händen dieselben Werkzeuge benutzen wie seine ISS-Kollegen aus Fleisch und Blut. Auf dem R2-Torso (kleines Bild), sitzt ein goldfarbener Kopf, dessen verspiegeltes Gesicht an einen Astronauten erinnert. Er soll die Besatzung der ISS unterstützen und künftig auch außerhalb der Station eingesetzt werden. Dafür muss R2 aber mobil sein.

Roboter muss erst laufen lernen
Anfang 2014 wird "Robonaut 2" daher mit rund einen Meter langen Beinen ausgestattet. Bis er für Außeneinsätze auf der ISS verwendet werden kann, dürfte es aber noch einige Zeit dauern, denn zuerst müsse R2 laufen lernen wie ein kleines Kind, sagt der Leiter des Roboterprogramms am Lyndon B. Johnson Space Center der NASA in Houston (Texas), Rob Ambrose.

Jedes der von NASA-Ingenieuren entwickelten Beine verfügt über sieben Gelenke und eine Art Greiforgan, mit dem R2 sich an Handläufen und Anschlussdosen in und außen an der ISS festhalten kann. Sie sollen es dem Roboter möglich machen, die Astronauten besser bei ihrer Arbeit zu unterstützen. R2 soll der Crew zur Hand gehen, indem er etwa Werkzeuge reicht oder Teile hält. Ziel der NASA-Forscher ist es, den Roboter dahingehend weiterzuentwickeln, dass er irgendwann dieselben beziehungsweise sogar bessere Fähigkeiten während Außeneinsätzen im All aufweist als ein menschlicher Astronaut.

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