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krone.at-Tipps

21.12.2014 14:00

Weihnachten ohne Streit verbringen - so geht's!

An den Feiertagen haben leider auch Konflikte in der Familie Hochkonjunktur: Der Stress von Advent, viel, teils ungewohnte Zeit miteinander, hohe Erwartungshaltungen - und fertig ist der explosive Festtagscocktail. Wie Sie die Konfliktwahrscheinlichkeit verringern, erfahren Sie hier.

Woher kommen die Konflikte?
Gerade die Weihnachtsfeiertage sind sehr anfällig für Streit im Familienkreis. Dies ergibt sich einfach dadurch, dass nun nach einer meist stressigen Vorweihnachtszeit voller Verpflichtungen - Punschtrinken, Weihnachtsfeiern, Geschenkesuche, Abschlussarbeiten in Schule und Beruf etc. - endlich Ruhe einkehrt. Doch man ist ausgelaugt und daher sehr empfindlich, reagiert auf Kleinigkeiten übermäßig emotional.

Oft sind auch die Erwartungshaltungen an den Heiligen Abend viel zu hoch gesetzt, Enttäuschungen führen zu Traurigkeit und Wut. Alles, was nicht nach Plan läuft, wird überbewertet: Schließlich hat man sich so viel Mühe gegeben, damit es allen gut geht und allen alles gefällt, und dann ziehen die Kinder nicht das Gewand an, das man so liebevoll für sie ausgesucht hat, der Partner weigert sich, bei den letzten Vorbereitungen zu helfen, und schließlich liegt auch noch der Weihnachtspullover in der falschen Größe unter dem Baum. Mehr ist nicht notwendig, um das Weihnachtsfest abzuschreiben.

Auch Familienzusammenkünfte in ungewohnter Konstellation sind ein Stressfaktor, das Thema Schwiegermutter ein Klassiker. Dabei helfen schon einige einfache Tipps, um Weihnachten wirklich schön werden zu lassen.

Tipp 1 - Erwartungen niedrig halten
Ob die Gans etwas zu resch ist, ob die Geschenke hundertprozentig passen - egal! Versetzen Sie sich nicht selbst durch unangebrachten Perfektionismus in Stress und versuchen Sie niemandem eine heile Welt vorzugaukeln. Freuen Sie sich einfach über das Hier und Jetzt, dass Ihre Familie zusammen ist, dass Ihr Partner bei Ihnen ist. Je höher Ihre Erwartungshaltung, desto größer die Wahrscheinlichkeit, dass Sie enttäuscht werden. Je mehr Sie sich selbst unter Druck setzen, desto angespannter und reizbarer sind Sie selbst.

Vorbereitungen für den Abend sollten Sie möglichst schon vorher in Ruhe erledigen, damit Sie bei der Feier selbst entspannter sein können.

Tipp 2 - Pläne absprechen und Freiräume lassen
Gerade wenn man mit vielen Familienmitgliedern feiern will, kommen zahlreiche unterschiedliche Vorstellungen zusammen: ob man in die Kirche geht, ob vor oder nach dem Essen die Bescherung stattfindet, ob es Fisch oder Gans zu essen gibt und wahrscheinlich auch darüber, wo und wie lange die Feier stattfinden soll. Versuchen Sie, all das im Vorfeld zu besprechen und bei auseinanderklaffenden Vorstellungen einen Kompromiss zu finden. Auch wenn Sie nur Teile des Abends miteinander verbringen, kann das Weihnachtsfest sehr schön werden. Schöner, als wenn Sie krampfhaft versuchen, Ihre quasi erwachsenen Kinder unterm Baum zu behalten, während diese gerne noch mit dem Freund oder der Freundin feiern würden.

Weiters ist es empfehlenswert, nicht an Traditionen festzuhalten, wenn die Mehrheit der Anwesenden dagegen ist: Bereitet es Ihrer Familie keine Freude, sondern sorgt im Gegenteil für schlechte Laune, bestehen Sie nicht darauf. Denn das drückt auf die Stimmung.

Tipp 3 - Gäste bewusst einladen
Wenn Sie mit gewissen Familienmitgliedern nicht gut auskommen, sollten Sie diese nicht unbedingt aus reinem Pflichtgefühl heraus einladen. Denn dann ist die Atmosphäre streitgeladen. Besteht zum Beispiel Ihr Partner auf gemeinsame Zeit mit dem ungeliebten Familienmitglied am Weihnachtstag, versuchen Sie, einen kurzen Besuch zu arrangieren, den Sie jederzeit beenden können, bevor die Lage eskaliert. Beim Thema Gäste sollten Überraschungen vermieden werden - auch hier gilt: vorher absprechen!

Tipp 4 - Kein stressiges Programm aufstellen
Es ist keine Pflichtübung, an den Feiertagen durch die Wohnzimmer sämtlicher Onkel, Tanten, Cousinen, Cousins und Nachbarn zu hetzen. Machen Sie nur jene Besuche aus, auf die Sie wirklich Lust haben und die sich zeitlich gut ausgehen. Wenn Ihre Kinder nicht zu allen Besuchen mitkommen wollen, sollten Sie auch das akzeptieren - besser Sie gehen alleine, als Sie haben den grantelnden Nachwuchs bei sich.

Tipp 5 - Lieber mal das Thema wechseln
Bemerken Sie, dass eine Situation zu überhitzen beginnt, sollten Sie nicht auf jedes Reizwort reagieren, sondern das Thema wechseln oder unauffällig kurz aus dem Raum gehen, um wieder ruhig zu werden. Zu schnell entzündet sich sonst ein Konflikt. Haben Sie den Eindruck, dass bewusst gestichelt wird, stellen Sie ruhig und freundlich klar, dass Sie an diesem Abend keine Diskussionen führen wollen, sondern dass Sie dankbar sind, dass Sie alle zusammen sind, und gerne einen schönen Abend hätten. Auch übermäßigen Alkoholgenuss gilt es zu vermeiden, da das streitlustig macht bzw. die Zunge lockert.

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