Für die Zukunft

Waschmaschine, die ohne Wasser wäscht, erfunden

Wissenschaft
20.11.2005 16:43
Was müssen Haushaltsgeräte in der Zukunft können? Ohne Wasser Wäsche waschen zum Beispiel. Mit dieser Idee haben zwei Designstudenten aus Singapur den ersten Platz bei einem weltweiten Wettbewerb zum Thema "Haushaltsgeräte im Jahr 2020" gewonnen. Ihr "Airwash" reinigt mittels Luft und negativer Ionen, und die Wäsche wird trotzdem sauber, versichern die Erfinder.

Wendy Chua und Gabriel Tan kreierten die wasserlose Waschmaschine, indem sie sich von einer Methode aus der Vergangenheit inspirieren ließen, als Kleidungsstücke noch am Fluss durch das Schlagen gegen Steine von Schmutz befreit wurden. Die moderne Variante sieht so aus: Luft unter hohem Druck, antibakterielle Deodorants und negative Ionen, die als "natürliches Reinigungsmittel" gelten, weil sie Staub zu Klumpen ballen, Bakterien deaktivieren und Gerüche neutralisieren.

Den Anstoß gab eine Verbraucherstudie, der zufolge sich Konsumenten Sorgen um begrenzte Wasserressourcen und Umweltschäden durch Waschmittel machen. Weil kein Wasser verwendet wird, sei die Methode auch für Leder, empfindliche Wolle und andere nicht waschbare Materialien geeignet, und natürlich entfällt das Trocknen.

Kombi-Gerät imitiert „Frischluft-Trocknung
Der zweite Platz ging an chinesische Studenten mit dem Projekt "Flavor of Sunshine", eine Waschmaschinen-Trockner-Kombi, die eine "Frischluft-Trocknung" imitiert, die in luftverschmutzten Großstädten nicht mehr möglich ist.

Füße ohne Bakterien und Gerüche
Auf dem dritten Platz landeten Jungdesigner aus Südkorea, deren Gerät "Happy Feet" Schuhe mit ultraviolettem Licht und Aktivkohle-Filter von Bakterien und Gerüchen befreit.

Spanische Studenten erfanden den "Dustmate": Schuhe, die während des Tragens mittels Vakuummotors den Staub vom Boden saugen. "Oxygen Clothespin" (USA) ist ein Kleiderhaken, der Gerüche von Kleidungsstücken mit Ionen-Filtration entfernt.

Veranstalter des globalen Wettbewerbs, der zum dritten Mal stattfand, war der Gerätehersteller Electrolux. Eine Jury besah sich mehr als 3.000 Einreichungen aus 88 Ländern.

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