Der 35-jährige Verteidiger ließ sich via Stadionmikrofon zum Gruß "Za Dom - Spremni!" ("Für die Heimat - Bereit!") hinreißen. Die faschistische Parole aus dem Zweiten Weltkrieg werden auch die Offiziellen des Weltverbands FIFA nicht überhört haben. Simunic droht eine Sperre.
Kroatischer Präsident: "Geste völlig unangebracht"
Auch Staatsoberhaupt Ivo Josipovic schaltete sich in die Causa ein. Er nannte Simunics "Geste völlig unangebracht". Der Präsident forderte den kroatischen Verband auf, zu handeln, "wenn er glaubwürdig bleiben will".
Bad Boy Simunic keineswegs reumütig
"Unser Team hat solange auf diese Feier gewartet und dann verdirbt Joe alles", kritisierte die Tageszeitung "24sata" und nannte den Vorfall "beschämend". Alles andere als reumütig zeigte sich Simunic im Anschluss. "Ich wollte es tun. Es kümmert mich nicht. Sollen sie mich doch bestrafen", sagte Simunic, der in der Qualifikation auch mit seinem kompromisslosen Rot-Foul im Duell mit dem Erzrivalen Serbien für Wirbel gesorgt hatte.
An einer Sperre wird auch Kroatiens Stürmerstar Mario Mandzukic mit allerhöchster Wahrscheinlichkeit nicht vorbeikommen. Der Torjäger von Bayern München flog nach einer Tätlichkeit mit einer Roten Karte vom Platz und wird zumindest im WM-Auftaktmatch der Kroaten in Brasilien fehlen.
Dabei hatte für den 27-Jährigen alles prächtig begonnen. In der 27. Minute schoss Mandzukic die Kroaten in Führung, ehe er nur elf Minuten später des Feldes verwiesen wurde. Dass die Gastgeber gegen den Außenseiter, der auf seine erste WM-Teilnahme gehofft hatte, nicht mehr zittern mussten, hatten sie dem zweiten Treffer durch Kapitän Dario Srna kurz nach der Pause zu verdanken.
"Märchenhafter" Start der Ära Kovac
So durfte Kroatiens Teamchef Niko Kovac von einem "märchenhaften Spiel" sprechen. "Ich hätte mir nicht erträumt, dass die Mannschaft in meinem zweiten Spiel so gut spielt", sagte der langjährige Salzburger "Bulle". Der 83-fache Teamkicker, der 2002 und 2006 als Spieler für Kroatien bei der WM war, hatte vor den Play-off-Duellen mit Island die Nachfolge von Igor Stimac angetreten.









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