Auch Franzosen dabei

Ronaldo besiegt "Ibra" 3:2 - Portugal fährt zur WM

Sport
19.11.2013 22:47
Cristiano Ronaldo hat bei der großen Show der Superstars Zlatan Ibrahimovic in den Schatten gestellt und ist mit Portugal bei der WM in Brasilien dabei. Nach dem 1:0 im Play-off-Hinspiel gegen die Schweden kamen die Portugiesen am Dienstag in Solna auch im Rückspiel zu einem 3:2-Sieg. Wie schon im Heimspiel war Ronaldo der entscheidende Mann, diesmal mit einem Dreier-Pack (50., 77., 79.).

Dabei hatte auch Ibrahimovic (68., 72.) seinen großen Auftritt mit zwei Treffern innerhalb von vier Minuten und ließ die Hoffnungen von Österreichs Quali-Gruppengegner kurz aufleben. An den Zauber seines Kontrahenten kam aber selbst "Ibrakadabra" nicht heran. Schon beim 1:0 am Freitag hatte Ronaldo den entscheidenden Treffer markiert.

Die Wende schaffte Frankreich. Nach einer 0:2-Niederlage in Kiew setzten sich die "Bleus" gegen die Ukraine dank eines 3:0-Heimerfolgs noch durch. Kroatien und Griechenland fixierten ebenfalls die Teilnahme in Brasilien. Die Kroaten beendeten mit einem 2:0-Heimerfolg die Hoffnungen Islands auf die erstmalige WM-Teilnahme. Die Griechen setzten sich nach einem 1:1 in Bukarest im Play-off-Duell mit Rumänien durch.

Spektakuläre Ibrahimovic-Ronaldo-Show
Es war ein kurzweiliges Duell in der Friends-Arena in Solna, das ganz im Zeichen von Ronaldo und Ibrahimovic stand. Zwar begannen die Hausherren stark, doch dann drehten die Portugiesen auf. Ronaldo vergab bereits vor der Pause einige gute Möglichkeiten. Nach dem Wechsel holten die Iberer nach, was sie zuvor versäumt hatten - und Ronaldo traf.

Der Real-Superstar legte vor, angeführt von Ibrahimovic gelang den Hausherren nach dem 0:1 aber zunächst das Comeback. Nach der 2:1-Führung stand das Spiel plötzlich auf des Messers Schneide. Dann kam es zur großen Ronaldo-Show: Mit einer Gala-Vorstellung im Konter-Fußball machte der Portugiese den Sack zu und Werbung in eigener Sache für die Wahl zum Weltfußballer.

Furiose Aufholjagd von Frankreich
Frankreich wendete im heimischen Stade de France das Blatt. Mamadou Sahko (22.), Karim Benzema (34.) und ein Eigentor von Oleg Gusew (72.) bescherten der Grande Nation doch noch die ersehnte Reise nach Brasilien. Erstmals hat eine Mannschaft damit einen 0:2-Rückstand in den europäischen WM-Ausscheidungsspielen wettmachen können.

Europas Fußballer des Jahres, Frank Ribery, und sein Kollege Mathieu Valbuena setzten bei den Hausherren die Akzente. Der Führungstreffer der Franzosen ging fast schon auf das Konto von Ribery, als Gäste-Torhüter Pyatow seinen Schuss nur abklatschen und Sakho abstauben konnte. Die Elf von Trainer Didier Deschamps spielte weiter klug und kam bereits vor der Pause zum 2:0. Die Ukraine schwächte sich durch eine Gelb-Rote Karte danach auch noch selbst.

Kroate Mandzukic trifft und sieht Rot
In Zagreb war Kroatiens Mario Mandzukic der prägende Spieler der ersten Spielhälfte. Nach dem torlosen Remis auf Island brachte der Angreifer des FC Bayern seine Mannschaft mit einem Abstaubertor in der 27. Minute auf Kurs. Sieben Minuten vor dem Pausenpfiff sah Mandzukic nach einem Tritt gegen das Knie eines Gegenspielers aber die Rote Karte. Er wird damit auch in Brasilien zunächst nicht spielen dürfen.

Die Isländer konnten die nummerische Überlegenheit aber nicht ausnutzen. Kapitän Darijo Srna war für die zum vierten Mal nach 1998, 2002 und 2006 für die WM qualifizierten Kroaten nur zwei Minuten nach Wiederanpfiff erneut zur Stelle. Der frühere Salzburg-Profi Niko Kovac feierte damit seinen ersten großen Erfolg als kroatischer Teamchef.

Griechenland zum dritten Mal bei WM
Die mit einem 3:1-Polster nach Bukarest gereisten Griechen durften auf Kostas Mitroglou vertrauen. Der in dieser Saison groß aufspielende Stürmer von Olympiakos Piräus schockte die Hausherren mit seinem Tor in der 23. Minute. Schon im Hinspiel war der in Deutschland aufgewachsene Mitroglou zweimal erfolgreich gewesen. Nach einem Eigentor von Vasileios Torosidis in der 55. Minute kam noch einmal Spannung auf. Griechenland ließ sich die dritte WM-Teilnahme nach 1994 und 2010 aber nicht mehr entgehen.

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(Bild: KMM)



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