Das Gericht verurteilte Suder am Dienstag allerdings wegen der Beteiligung an drei Anschlägen Ende der 1970er-Jahre in Süddeutschland zu dreieinhalb Jahren Haft. Die Taten wären erst nach 40 Jahren endgültig verjährt gewesen. Die 80-Jährige soll einst den Revolutionären Zellen angehört haben, einer deutschen linksextremistischen Terrorgruppierung.
80-Jährige von Sympathisanten gefeiert
Suder nahm das Urteil äußerlich ungerührt entgegen. Sie konnte den Gerichtssaal nun auf freiem Fuß verlassen - der Haftbefehl wurde außer Vollzug gesetzt, da sie bereits mehr als zwei Drittel der Gefängnisstrafe in der Untersuchungshaft abgesessen hat. Rund 100 Sympathisanten feierten sie anschließend vor dem Landgericht.
Der Prozess in Frankfurt hatte fast 14 Monate gedauert. Die Staatsanwaltschaft selbst war im Lauf des Verfahrens vom Mordvorwurf gegen Suder abgerückt, weil eine Mittäterschaft an dem OPEC-Attentat nicht nachweisbar gewesen sei. Das Gericht sprach bei der Urteilsverkündung von einer "ungeheuer beschwerlichen Sachaufklärung".
Suder laut Anklage Waffenbeschafferin für Carlos
Suder soll sich vor dem OPEC-Anschlag im Frankfurter Stadtwald mit dem Terroristen Hans-Joachim Klein getroffen und Waffen für Carlos beschafft haben, lautete die Anklage. Doch Widersprüche in den Aussagen Kleins, der mehrere Verhandlungstage lang befragt wurde, konnten auch aus Sicht des Gerichts nicht aufgelöst werden. Der Ex-Terrorist Klein war wegen seiner Beteiligung am Attentat bereits im Jahr 2001 verurteilt worden.










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