Seit 1950 verdoppelt

US-Studie: Immer mehr Gewalt in Hollywoodfilmen

Wissenschaft
12.11.2013 10:07
In den vergangenen 60 Jahren hat sich die Waffengewalt in Hollywoodfilmen mehr als verdoppelt. Das zeigt eine aktuelle Studie der Ohio Universität in Athens, bei der 945 Kassenschlager untersucht wurden. Die Forscher fanden zudem heraus: In Jugendfilmen wird heutzutage mehr geschossen als in Erwachsenenfilmen.

"Gewalt verkauft sich gut. Wir wissen das und die Industrie setzt es um", sagte Daniel Romer, einer der Autoren der Studie, deren Ergebnisse in der "New York Times" veröffentlicht wurden. Die Produzenten würden Gewalt gerade in Jugendfilme packen, weil bei diesen die Begleitung von Erwachsenen in den USA nur empfohlen werde. Jugendliche gingen aber lieber allein ins Kino. Und gerade diese Altersgruppe sei für gewaltreiche Filme ansprechbar, so Romer.

"Wir sind der Meinung, dass Gewalt, gerade mit Waffen, kritischer gesehen werden sollte", sagte Romer weiter. Die Autoren der Studie störe vor allem, dass Filme mit sexuellem Inhalt in den Staaten nicht von Jugendlichen allein besucht werden dürften, gewaltreiche Filme hingegen schon. "Wir betrachten Sex als unzumutbar für Jugendliche, aber wir sollten Gewalt als unzumutbar sehen."

Details der Untersuchung werden Ende des Monats in der Dezemberausgabe von "Pediatrics", einer Fachzeitschrift für Kinderheilkunde, veröffentlicht.

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