Tennis

Federer beendet 2005 als überlegene Nr. 1

Sport
21.11.2005 11:01
Roger Federer hat auch das Jahr 2005 als überlegene Nummer eins beendet. Der Schweizer Weltranglisten-Erste weist im Entry Ranking nach dem Masters Cup in Shanghai 6.725 Punkte auf. Damit liegt Federer fast 2.000 Zähler vor dem zweitplatzierten Spanier Rafael Nadal. Dritter ist der US-Amerikaner Andy Roddick.

Masters-Sieger David Nalbandian aus Argentinien schob sich auf Rang sechs vor und machte damit sechs Plätze gut. Bester Österreicher ist Jürgen Melzer auf Rang 54. Bei den Damen hatte Lindsay Davenport aus den USA das Jahr auf dem Tennis-Thron beendet. Sybille Bammer rangiert auf Position 78.

Nalbandian holt Masters-Titel
Titelverteidiger Roger Federer ist in einem dramatischen WM-Endspiel von "Ersatzmann" David Nalbandian vom Tennis-Thron gestoßen worden. Mit eisernen Nerven und unerschütterlichem Kampfgeist holte sich der Argentinier am Sonntag in Schanghai den Weltmeistertitel und zerstörte den Nimbus der Unbesiegbarkeit des Schweizers, der nach 35 Siegen ausgerechnet im Finale des Masters Cups die erste Niederlage einstecken musste. Nach einem 4:34 Stunden dauernden Herzschlag-Finale vor knapp 13.000 Zuschauern im lausig kalten Qi-Zhong-Stadion hatte Nalbandian gegen den ausgelaugten Weltranglisten-Ersten mit 6:7 (4:7), 6:7 (11:13), 6:2, 6:1, 7:6 (7:3) das bessere Ende für sich und revanchierte sich für die Pleite in der Vorrunde.

"Roger verzweifel nicht. Das war nicht dein letztes Finale und nicht dein letzter Turniersieg. Lass mir diesen einen Triumph", sagte der überglückliche Nalbandian grinsend mit dem gläsernen Pokal in den Händen. Erst durch die Absage des Amerikaners Andy Roddick war er ins Feld der besten acht Tennisprofis der Saison aufgerückt und hatte prompt als erster Argentinier seit Guillermo Vilas vor 31 Jahren den Sprung ins WM-Finale und seinen vierten Turniersieg geschafft.

Nalbandian durfte sich über ein Preisgeld von 1,4 Millionen Dollar und einen Sportwagen des deutschen Hauptsponsors Mercedes freuen. Doch das war nach dem größten Erfolg seiner Karriere eher zweitrangig. "Wir haben ein unglaubliches Spiel gemacht - so wie fast immer", sagte der 23-Jährige, der nach vier Pleiten in Serie Federer erstmals seit den US Open 2003 wieder besiegen konnte und im direkten Vergleich nun mit 6:4 in Führung liegt.

"David hat verdient gewonnen. Diesmal hat er mich gekriegt", sagte Federer, der auch in seiner bittersten Stunde seit langem nicht die Contenance verlor und die Niederlage gefasst hinnahm. Dabei hatte er nicht nur ein Match verloren, sondern gleich mehrere Serien beendet: Nach 24 gewonnenen Finals war es die erste Niederlage seit Gstaad im Juli 2003. Außerdem war es für den zweifachen Weltmeister nach 14 Matches die erste Niederlage beim Masters Cup und die erste im 23. Hallenmatch.

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(Bild: KMM)



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