Starke Regenfälle

Fukushima: Erneut Auffangbecken übergelaufen

Ausland
21.10.2013 08:25
Starke Regenfälle haben in der japanischen Atomruine Fukushima knapp ein Dutzend Wasser-Auffangbecken zum Überlaufen gebracht. Es könne nicht ausgeschlossen werden, dass strahlenbelastetes Wasser ins Meer gesickert ist, berichteten japanische Medien am Montag unter Berufung auf den Betreiberkonzern Tepco.

Die Auffangbecken umfassen Tanks, in denen das Unternehmen stark verstrahltes Wasser lagert. Dieses fällt bei der Kühlung der im März 2011 durch ein Erdbeben und einen Tsunami beschädigten Reaktoren an. So viele Auffangbecken waren bisher gleichzeitig noch nie übergelaufen. Unlängst hatte Tepco in einem der elf am Sonntag übergelaufenen Becken extrem hohe Strahlung gemessen.

Starke Regenfälle machen Betreibern zu schaffen
Wegen des Taifuns "Wipha" hatte Tepco erst vergangene Woche gering belastetes Wasser aus solchen Auffangbecken ableiten müssen. Einen Tag zuvor hatte die Atomaufsichtsbehörde dem Betreiber dies unter der Bedingung erlaubt, dass die Strahlendosis für Cäsium-134 unter 15 Becquerel pro Liter, für Cäsium-137 unter 25 Becquerel und für Strontium-90 unter zehn Becquerel liegt. Strontium macht demnach etwa die Hälfte der Beta-Strahlen aus. Beta-Strahlen gehen nicht durch die Schutzkleidung der Reparaturtrupps. Radioaktive Substanzen mit Gamma-Strahlen dürfe Wasser, das abgelassen werde, demnach nicht enthalten.

In die Auffangbecken um die Tanks geraten radioaktive Partikel aus der Luft, aber auch stellenweise ausgelaufenes kontaminiertes Wasser. Daher enthält das Regenwasser in den Becken eine bestimmte Menge an Radioaktivität. Nachdem Arbeiter am späten Sonntag das übergelaufene Wasser entdeckt hatten, begann Tepco mit dem Abpumpen von Regenwasser - weil die Strahlenwerte unter die vorgeschriebenen Grenzwerte gefallen waren, wie japanische Medien berichteten. Unterdessen braut sich südlich von Japan ein neuer Taifun über dem Meer zusammen.

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