Erste Fortschritte

Syrien: Sechs C-Waffen-Anlagen zerstört

Ausland
16.10.2013 20:57
Die Inspektoren der Organisation für das Verbot von Chemiewaffen (OPCW) haben am Mittwoch weitere Fortschritte bei ihrem Einsatz in Syrien vermeldet. Sechs Produktionsstätten für tödliche Kampfmittel seien zerstört worden, teilte die Organisation in Den Haag mit. Insgesamt seien bisher elf Standorte kontrolliert worden. Unterdessen wurde die Niederländerin Sigrid Kaag offiziell zur Leiterin der Mission ernannt.

Neben Anlagen zur Herstellung von C-Waffen wurde nach Angaben der OPCW auch Munition unschädlich gemacht. Die Experten überprüften demnach inzwischen elf der 20 Standorte, die auf einer von Syriens Präsident Bashar al-Assad bereitgestellten Bestandsliste stehen. Bis zum 1. November sollen die Inspektoren alle Anlagen kontrolliert und sämtliche Produktionsstätten dauerhaft nutzlos gemacht haben.

Bis Juni 2014 soll Chemiewaffenarsenal zerstört werden
Derzeit halten sich rund 60 Experten der OPCW und UNO in Syrien auf, um im Auftrag des UN-Sicherheitsrats die dort lagernden Chemiewaffen zu erfassen und zu beseitigen. Assad hatte angesichts eines drohenden US-Militärschlags zugestimmt, das Arsenal unter internationale Kontrolle zu stellen und bis Juni 2014 vernichten zu lassen. Hintergrund war ein Angriff mit dem Nervengift Sarin, bei dem Ende August nahe Damaskus Hunderte Menschen getötet wurden.

Leiterin der Mission fühlt sich "geehrt"
Zur Leiterin der heiklen Mission in dem Bürgerkriegsland wurde am Mittwoch offiziell die Niederländerin Sigrid Kaag ernannt. Sie fühle sich sehr geehrt, mit dieser "komplexen und herausfordernden Aufgabe" betraut worden zu sein, sagte die stellvertretende UN-Generalsekretärin.

Ban: "Lage in Syrien weiterhin unberechenbar"
UN-Generalsekretär Ban Ki Moon bezeichnete die Lage in Syrien als weiterhin "gefährlich und unberechenbar". Er kündigte an, die diplomatischen Anstrengungen im Zusammenhang mit der geplanten Friedenskonferenz in Genf zu verstärken. Der Syrien-Beauftragte der UNO, Lakhdar Brahimi, werde zu Gesprächen mit den wichtigsten Regierungen in den Nahen Osten reisen.

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