Deutlich zu warm!

Sonniger Herbst hat staubige Kehrseite

Oberösterreich
11.11.2005 14:14
Der überaus sonnige Oktober und die derzeitige Fortsetzung des Schönwetters im Großteil Oberösterreichs haben leider eine staubige Kehrseite: Die großen Temperaturdifferenzen zwischen Tag und Nacht sowie die nachts hohe Luftfeuchtigkeit treiben die Schadstoffwerte in die Höhe. Die Folge: Viele Grenzüberschreitungen bei Feinstaub!

„Der Oktober war in Oberösterreich bei viel zu geringen Niederschlagsmengen deutlich zu warm“, blicken die Luftmess-Experten des Landes zurück: Im Südwesten und Südosten lag das Monatsmittel sogar um 1,5 bis sogar 2,7 Grad über dem langjährigen Durchschnitt, im Rest um 0,5 bis 1,5 Grad. Der absolut höchste Wert wurde am 6. Oktober in Gmunden mit 21,9 Grad registriert, der tiefste in Freistadt - und zwar am 19. Oktober mit minus 4,2 Grad Celsius.

Sonnenschein auf Rekordwert
Trotz der fast täglichen Morgennebel waren bei der Sonnenscheindauer überall Rekordwerte zu verzeichnen. „Linz hat den Vergleich mit den österreichischen Landeshauptstädten mit 188 statt der üblichen 108 Sonnenstunden gewonnen“, erklären die Landesexperten um Dr. Elisabeth Danninger.

Die Kehrseite dieses schönen Herbstes: Die Feinstaubbelastung hat in fast ganz Oberösterreich gegenüber den vergangenen Jahren deutlich zugenommen, nur Bad Ischl und Grünbach blieben ohne PM10-Feinstaub-Exzesse. Anderswo gab es zahlreiche Grenzwertüberschreitungen - zum Beispiel in Linz/Neue Welt insgesamt 14-mal, mit einem maximalen Tagesmittelwert von 79,5 Mikrogramm je Kubikmeter. Der Grenzwert liegt bei 50 Mikrogramm... Und die Morgennebel haben die Verdünnung und den Abtransport der Feinstaub-Emissionen noch erheblich behindert.

Der November zeigt sich derzeit von einer ähnlichen Seite: Die Tagestemperaturen liegen deutlich über den Vorjahren, Morgennebelbildung begünstigt die Schadstoffanreicherung.

 

 

 

Foto: Hörmandinger

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