"Sie liegen ja voll im Trend, derzeit werden dauernd Tankstellen überfallen", meinte Richter Gernot Patzak zum Angeklagten. Der Bosnier musste sich wegen schweren Raubes vor einem Schöffensenat verantworten. Er selbst stellte die Tat eher als unüberlegte, "betrunkene" Geschichte dar, was ihm der Richter jedoch nicht glauben wollte.
Zusammen mit einem Landsmann habe er in einem Studentenheim Rum und Wein getrunken, schilderte der Angeklagte. Dann sei die Idee aufgetaucht, die gleich gegenüberliegende Tankstelle zu überfallen. Mit zwei Messern aus der Küche schritten die Burschen zur Tat.
"Es tut mir sehr leid"
"Was wollten Sie in der Tankstelle?", fragte der Richter. "Das Geld nehmen, wenn ich schon da bin", so die Antwort. Der Beschuldigte hatte dem Tankwart das Messer an den Hals gehalten und zusammen mit seinem Begleiter das Bargeld, vier Stangen Zigaretten und zwei Flaschen Wodka mitgenommen. Von der Beute bekam er nur 600 Euro, die er im Laufe der nächsten Stunden in Alkohol investierte, bevor er sich dann der Polizei stellte. Vom zweiten Täter fehlt immer noch jede Spur.
"Es tut mir sehr leid, ich habe nicht gewusst, was ich mache, ich konnte mich nicht kontrollieren", gab der 24-Jährige an. Geldnot habe er keine gehabt und somit eigentlich gar kein Motiv. Der Rausch war kein Milderungsgrund, wohl aber das Geständnis. Trotzdem verurteilte der Schöffensenat den Mann zu sieben Jahren Haft. Er kündigte sofort Berufung an, das Urteil ist nicht rechtskräftig.













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