Mi, 22. August 2018

Laut Medien

24.09.2013 11:29

Berlusconi will nun doch Sozialdienst leisten

Der wegen Steuerbetrugs zu vier Jahren Haft verurteilte italienische Ex-Premier Silvio Berlusconi will seine einjährige Haftstrafe nicht unter Hausarrest absitzen, sondern nun offenbar doch Sozialdienst leisten. Berlusconi sei von seinen Rechtsanwälten zu diesem Schritt bewogen worden, berichtete die für gewöhnlich gut informierte römische Tageszeitung "Il Messaggero" am Dienstag.

Ein Sozialdienst hätte den Vorteil, dass dabei die Auflagen für die Bewegungsfreiheit weniger strikt sind, auch ist der Kreis der Gesprächspartner nicht so eingeschränkt wie beim Hausarrest. Sozialdienste würden ihm außerdem eine zweimonatige Verkürzung der Strafe ermöglichen.

Unter Hausarrest könnte Berlusconi nur seine engsten Angehörigen, die mit ihm wohnen, und seine Rechtsanwälte treffen. Um die Spitzenrepräsentanten seiner Partei treffen zu können, müsste er stets bei Gericht um Erlaubnis dafür bitten.

Berlusconi: "Kein Sozialdienst wie für gewöhnliche Kriminelle"
Bis Mitte Oktober haben die Rechtsanwälte des Mitte-rechts-Chefs Zeit, bei Gericht anstelle des Hausarrests gemeinnützige Arbeit zu beantragen. Berlusconi hatte zwar erklärt, er werde nicht "wie ein normaler Krimineller" Sozialdienst leisten, allerdings scheint er jetzt seine Meinung geändert zu haben. Dass der Ex-Premier tatsächlich Dienst leistet, beispielsweise in einer Küche der Caritas, ist allerdings schwer vorstellbar. Letztlich könnte er die Zeit also doch noch im Hausarrest - in seinem Luxusanwesen in Arcore bei Mailand - verbringen, berichteten andere italienische Medien.

Spannende Wochen: Senat entscheidet über Amtsverbot
Berlusconi fiebert weiteren Terminen entgegen: Am 4. Oktober wird er sich vor der für Immunitätsfragen zuständigen Kommission des Senats verteidigen und gegen seinen Ausschluss aus dem Parlament plädieren. Bis Ende Oktober muss der Senat abstimmen, ob der Medienzar seinen Parlamentssitz verliert. Am 19. Oktober ist in Mailand der Termin angesetzt, an dem ein Gericht noch einmal über die Dauer des Amtsverbots entscheidet. Zwischen zwölf Monaten und drei Jahren sind zu erwarten.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentar schreiben

Liebe Leserin, lieber Leser,

die Kommentarfunktion steht Ihnen ab 6 Uhr wieder wie gewohnt zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen
das krone.at-Team

Kommentare
324

User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB).

Aktuelle Schlagzeilen
Die „Krone“ vor Ort
Gruselig! Nur Polizei bei Salzburgs Geister-Hit
Fußball International
Das Vertrauen lebt
Deutschland macht mit Löw und Bierhoff weiter
Fußball International
Champions-League-Quali
0:0! Nun wartet auf Red Bull Salzburg ein Endspiel
Fußball National
Anklage fallengelassen
Hillsborough-Katastrophe: Polizist entlastet!
Fußball International
Kein Platz in Madrid
Real-Youngster Ödegaard geht zu Vitesse Arnheim!
Fußball International
Aus und vorbei
Thomas Doll nicht mehr Trainer von Ferencvaros
Fußball International
Franz Lederer gefeuert
Robert Almer neuer Sportdirektor bei Mattersburg!
Fußball National

Newsletter

Melden Sie sich hier mit Ihrer E-Mail-Adresse an, um täglich den "Krone"-Newsletter zu erhalten.

Nachrichten aus meinem Bundesland
Die Bekanntgabe Ihres Bundeslandes hilft uns, Sie mit noch regionaleren Inhalten zu versorgen.