Do, 16. August 2018

Positiver Effekt

09.09.2013 10:04

Studie: Lieblingsmusik ist gut fürs Herz

Ob Mozart, Beatles, Hansi Hinterseer oder Death Metal – Lieblingsmusik verbessert bei Patienten mit koronarer Herzerkrankung die Gefäßfunktion und verlängert so das Leben. Das zeigt eine serbische Studie, die auf dem Kongress der Europäischen Gesellschaft für Kardiologie in Amsterdam präsentiert wurde. Die besten Ergebnisse werden demnach erzielt, wenn regelmäßiger Musikkonsum mit körperlichem Training kombiniert wird.

Für die Studie wurde an 74 Patienten, die an einer stabilen Erkrankung der Herzkranzgefäße leiden, untersucht, welche von drei Therapien die beste Wirkung hat, berichtet die Deutsche Geselllschaft für Kardiologie. Eine Gruppe absolvierte medizinisch überwachtes Fitnesstraining, die zweite hörte zusätzlich täglich eine halbe Stunde lang individuell bevorzugte Musik, der Rest der Probanden absolvierte nur das Musikprogramm.

Dabei wurde von Forschern der Universität Nis im serbischen Niska Banja anhand verschiedener Blutmarker wie Stickstoffoxiden (NOx) oder Xanthinoxidase (XO) die Funktion des Endothels (der Innenwand der Blutgefäße, Anm.), das bei kardiovaskulären Erkrankungen seine Funktionsfähigkeit einbüßt, gemessen.

Wie die Untersuchung zeigte, stiegen nach drei Wochen die NOx-Werte in der Musik-Gruppe und in der kombinierten Musik-Trainings-Gruppe an, wobei die Kombination von Musik und Bewegung die besten Ergebnisse zeigte. Die XO-Werte gingen in allen drei Gruppen zurück, am deutlichsten wiederum in der Gruppe, die das Bewegungsprogramm mit Musik verbunden hatte.

Körperliche Belastbarkeit verbessert sich
Gleichzeitig verbesserte sich zudem die körperliche Belastbarkeit der Versuchspersonen im Vergleich zum Studienbeginn in der Musik-Trainings-Gruppe um 39 Prozent, in der Trainingsgruppe um 29 Prozent und in der Gruppe, die nur Musik hörte, um immerhin noch 19 Prozent.

"Dass das Hören von als angenehm erlebter Musik zu einer Verbesserung der Endothelfunktion beiträgt, könnte mit der Ausschüttung von Endorphinen und deren Effekt auf die NO-Bildung zu tun haben", sagt die Koautorin der Studie, Marina Deljanin Ilic. "Welche Musik dafür geeignet ist, hat ausschließlich mit persönlichen Vorlieben zu tun, sie sollte jedenfalls als angenehm und entspannend erlebt werden."

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