Sa, 18. August 2018

Nächste Änderung fix

02.09.2013 13:15

Wiener "Mahü": Jetzt muss Pseudo-Radweg weichen

Die nächste Änderung auf der Wiener Mariahilfer Straße ist fix: Die in der Fußgängerzone neben der Busspur am Boden aufgebrachten Fahrrad-Piktogramme - inklusive eines stadtauswärts führenden Pfeils - werden demnächst entfernt, wie Verkehrsstadträtin Maria Vassilakou am Montag mitteilte.

Die Markierung war laut Vassilakou lediglich als "Empfehlung" für Radfahrer gedacht, dort - und nicht auf der Busspur - unterwegs zu sein (was stadtauswärts nämlich nicht erlaubt ist, Anm.). Die meisten Biker hielten den Streifen jedoch für einen Radweg, was zu Konflikten mit Fußgängern führte. Denn viele Radfahrer waren der Meinung, auf einem Radweg unterwegs zu sein. Sie forderten Fußgänger mitunter lautstark zum Verlassen des Bereichs auf.

"Radsymbol wird weggefräst"
Tatsächlich ist der - relativ schmale - Streifen zwischen Busspur und Gehsteig aber ein regulärer Teil der Fußgängerzone, der sowohl von Passanten als auch von Radlern benutzt werden darf. "Das Radsymbol wird in nächster Zeit weggefräst", kündigte Vassilakou an. Sie betonte, dass es nicht ihre Idee gewesen sei, das Piktogramm aufzubringen. Nach Angaben der Ressortchefin habe es sich dabei um eine Forderung des Betriebsrats der Wiener Linien gehandelt - die wie vereinbart umgesetzt worden sei.

Auch andere Korrekturen werden vorbereitet: In den nächsten Tagen sollen in der Fuzo - also in jenem Abschnitt ohne Busspur - Sitzbänke aufgestellt werden, um Radfahrer zu motivieren, die Geschwindigkeit zu reduzieren.

FPÖ plant Demo mit Kaufleuten
Der Streit um die Mariahilfer Straße wird angesichts des Nationalratswahlkampfes zunehmend zum Politikum. So plant die FPÖ für Freitag eine Demonstration mit den Kaufleuten, bei der Parteichef Heinz-Christian Strache das Wort ergreifen wird, wie Klubchef Johann Gudenus am Montag wissen ließ.

Darüber hinaus wollen die Freiheitlichen einen Misstrauensantrag gegen die Verkehrsstadträtin und Bürgermeister Michael Häupl stellen. Gudenus sprach von "Planlosigkeit, Unfähigkeit und Uneinsichtigkeit" rund um die neue Fußgänger- und Begegnungszone.

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